Aus: Ausgabe vom 03.09.2009, Seite 5 / Inland

Ver.di will mit Kino ­Babylon verhandeln

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den Betreibern des Berliner Kinos Babylon Mitte Verhandlungen über einen Tarifvertrag angeboten. Wegen der »besonderen Bedeutung« des mit öffentlichen Mitteln geförderten Filmtheaters habe er die Angelegenheit »zur Chefsache gemacht«, teilte ver.di-Landesbezirksvize Andreas Köhn am Dienstag abend auf jW-Anfrage mit. Babylon-Geschäftsführer Timothy Grossman wollte dies am Mittwoch auf jW-Nachfrage nicht kommentieren. Die anarchosyndikalistische FAU hatte der Babylon-Geschäftsführung Mitte Juni einen Entwurf für einen Haustarifvertrag vorgelegt. Letztere weigert sich bislang, darüber zu verhandeln. »Anarchisten, die eine Welt ohne Staat und Bosse wollen«, seien für ihn keine Gesprächspartner, erklärte Grossman gegenüber jW. Der FAU-Entwurf lehnt sich an den ver.di-Bundestarifvertrag an, das geforderte Entgeltniveau liegt etwas höher.

(jW)
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