-
03.06.2009
- → Inland
Anfangsverdacht gegen Kurras
Berlin. Die Bundesanwaltschaft hat einen Teil der Stasi-Akte des
früheren Polizisten Karl-Heinz Kurras sperren lassen. Bei dem
Material handelt es sich um Band 17 der Akte von Kurras, der am 2.
Juni 1967 bei einer Demonstration in Westberlin den Studenten Benno
Ohnesorg erschossen hatte, wie die Stasiunterlagenbehörde am
Dienstag in Berlin mitteilte. Der Generalbundesanwalt habe die Akte
»zur Prüfung des Anfangsverdachts eines möglichen
durch das Ministerium für Staatssicherheit angeordneten
Auftragsmordes an Benno Ohnesorg« gesperrt, erklärte die
Behörde. Dies bedeute, daß Kopien der Unterlagen aus
diesem Band bis auf weiteres nicht für Forscher oder Medien
zur Verfügung gestellt werden könnten.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland