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Jenseits ist alles gleich

»Mal was anderes«, sollen die Besucher einer Ausstellung wahrscheinlich sagen, die heute in Stuttgart eröffnet wird. Bis 2. August zeigt der Württembergische Kunstverein ungefähr 300 Werke aus der DDR, Ungarn, Rumänien, der UdSSR sowie Spanien, Chile, Brasilien, Argentinien und Peru. 1960er bis 1980er Jahre. Hauptsächlich experimentelle und konzeptuelle Arbeiten. Wie das alles zusammengeht? »Die Ausstellung unternimmt den Versuch einer verschobenen Kartografie und eines erweiterten Verständnisses konzeptueller Kunstpraktiken, die sich jenseits des anglo-amerikanischen Kanons etabliert haben«, teilt der Kunstverein mit. Ob Kommunismus oder Pinochet – »jenseits des angloamerikanischen Kanons« ist diesen Schwabenkunstvereinsmeiern alles gleich. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2009, Seite 12, Feuilleton

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