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Koch demaskiert

Der muslimische Publizist Navid Kermani hält den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), der ihm auf Weisung zweier Funktionäre der christlichen Kirche den Hessischen Kulturpreis aberkannte, für unhaltbar. Kochs Versuch, sich durch die Vermittlerrolle im interreli­giösen Dialog von vergangenen »schmutzigen Wahlkämpfen reinzuwaschen«, sei »gründlich in die Hose gegangen«, sagte Kermani am Rande der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Berlin. Das einzig Erfreuliche an der traurigen Angelegenheit sei, »daß da eine Maske gefallen ist«. Im übrigen sei es »für einen säkularen Staat nicht hinnehmbar, daß ein Ministerpräsident auf Anweisung eines Kardinals so handelt«. Der Kardinal heißt Lehmann, Karl, und wohnt in Mainz. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2009, Seite 13, Feuilleton

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