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Theater auf Knopfdruck

Acht Monate lang ist das Händel-Haus in Halle umgebaut worden. Heute abend wird die neue Dauerausstellung »Händel – der Europäer« eröffnet. »Sie soll in ihrer modernen Präsentation Maßstäbe setzen«, sagt Museumschef Philipp Adlung. Vom bisher streng chronologischen Ablauf hat man sich verabschiedet. Jeder Raum ist nun einem Schwerpunkt gewidmet, z.B. »Persönlichkeit und Schaffen«, »Der Arkadier«, »Der Staatskomponist«. Als besondere Attraktion wird ein Miniaturtheater vorgestellt, bei dem Besucher per Knopfdruck entscheiden können, zu welcher Oper Händel als Scherenschnittfigur ins Spinett greift. Höhepunkt für Experten ist die »Schatzkammer«. In Hochsicherheitsvitrinen werden aus London und Hamburg ausgeliehene Handschriften Händels präsentiert. «In England gehören sie zum nationalen Kulturgut und werden normalerweise nicht ausgeliehen», sagt Adlung. Die Autographen sind nur bis Juli zu besichtigen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2009, Seite 12, Feuilleton

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