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Portfolio mit Duden

Die Berliner Verlagsgruppe Cornelsen übernimmt für eine unbekannte Summe zirka 90 Prozent der Aktien am Mannheimer Bibliographischen Institut & F.A. Brockhaus AG (BIFAB). Verkäufer sind die Langenscheidt KG und die Familie Brockhaus. Zum BIFAB gehören die Verlage Duden und Meyers sowie drei Kalenderverlage (Harenberg, Heye und Weingarten). Cornelsen-Chef Alexander Bob bewertete die »neu hinzukommenden Marken« als »ideale Ergänzung unseres Portfolios«. Bis September 2007 saß Bob selbst im Vorstand des Mannheimer Duden-Verlags. Dessen Nachschlagereihen haben einiges an Bedeutung verloren, seit alle bei Wikipedia nachgucken. Den Meyers-Bänden ist es nicht besser ergangen. Seit Jahren sind diese früheren Flaggschiffe mit Schlagseite in rauher See unterwegs. 2007 hatte ein BIFAB-Minus von 6,5 Millionen Euro den Buchverlag schwer belastet. Langenscheidt macht nach 20 Jahren BIFAB-Eignerschaft künftig nur noch in Fremdsprachen und Reiseführern. Die Familie Brockhaus verabschiedet sich nach mehr als 200 Jahren sicherlich komplett aus der Branche. Im vergangenen Jahr war bereits die Brockhaus Enzyklopädie an die Bertelsmann-Tochter Arvato verkauft worden. Inzwischen suchen die 33 entlassenen Brockhaus-Redakteure einen neuen Job – im Internet. Ähnliches droht jetzt den 400 verbliebenen BIFAB-Mitarbeitern. Der Standort Leipzig wird wahrscheinlich geschlossen. In Mannheim soll ebenfalls gespart werden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2009, Seite 13, Feuilleton

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