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Stimmungsmache gegen Asylbewerber

Potsdam. Die rechtsextreme DVU versucht, von rassistischer Stimmungsmache gegen den geplanten Umzug eines Asylbewerberheims in Potsdam zu profitieren. Anfang Januar hatte die Stadtverwaltung angekündigt, das Heim mit 140 Bewohnern im Juli vom Stadtrand in ein ehemaliges Lehrlingswohnheim in der Großsiedlung am Schlaatz zu verlegen. Daraufhin drohte der Vorstandschef der Potsdamer Wohnungsbaubaugenossenschaft, Roland Zellmann, mit der Streichung von Investitionen in Millionenhöhe. Das Unternehmen besitzt zahlreiche Wohnungen am Schlaatz und behauptet, das Asylbewerberheim mindere den Wert der umliegenden Wohnungen mindern, da viele Mieter wegen des Heims wegziehen würden. Der Flüchtlingsrat Brandenburg wirft der Wohnungsbaubaugenossenschaft unterdessen vor, bewußt ausländerfeindliche Stimmungsmache zu betreiben. Von den Ängsten der Bevölkerung, daß sich die Lebensbedingungen im ohnehin sozial schwachen Stadtteil Schlaatz noch weiter verschlechtern, versuchen nun auch die DVU und neofaschistische Kräfte zu profitieren. Mit Unterschriftenlisten, auf denen es heißt, »in unserer Stadt gibt es schon viel zu viele Ausländer! Das Boot ist übervoll!« wird gegen die Asylbewerber gehetzt. Vergangene Woche wurden bereits Hakenkreuze an den geplanten Heimstandort geschmiert.(SR)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2009, Seite 15, Antifaschismus

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