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Teheran: »Schach statt Boxen«

Teheran. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani (Foto) hat die US-Regierung aufgefordert, im Umgang mit Teheran »eher Schach zu spielen als zu boxen«. In der Vergangenheit hätten die USA »die Rechte des iranischen Volkes verletzt und eine gewalttätige und unlogische Haltung« eingenommen, sagte Laridschani am Samstag laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA. Die Probleme zwischen dem Iran und den USA seien nicht gefühlsbedingt. Washington müßte vielmehr »in der Praxis seine Haltung« gegenüber dem Iran ändern, forderte Laridschani.

Am Dienstag hatte sich der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu Gesprächen mit den USA bereit erklärt. Bedingung sei, daß der Dialog auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt basiere, sagte er. Einen Tag zuvor hatte US-Präsident Barack Obama gesagt, er hoffe auf baldige direkte Kontakte zwischen den USA und dem Iran. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2009, Seite 1, Ausland

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