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Al-Masri fordert ­Schmerzensgeld

Ulm. Der nach eigenen Angaben von der CIA nach Afghanistan verschleppte Deutsche Khaled Al-Masri hat Mazedonien auf Schmerzensgeld in Höhe von 50000 Euro verklagt. Mit der gegen die mazedonische Regierung eingereichten Klage wolle El Masri eine Entschädigung für die ersten drei Wochen seiner Verschleppung, während denen er in Skopje festgehalten wurde, sagte sein Anwalt Manfred Gnjidic am Montag in Ulm der Nachrichtenagentur AFP. Al-Masri war nach seiner Schilderung Silvester 2003 wegen angeblicher Al-Qaida-Verbindungen während einer Reise nach Mazedonien aus dem Reisebus geholt und von CIA-Agenten verhört worden. Später wurde er - mutmaßlich über Spanien – nach Afghanistan geflogen, wo er fünf Monate ohne Anklage festgehalten wurde.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2009, Seite 5, Inland

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