Zum Inhalt der Seite

Museen ­unbekümmert

In der Debatte um die Nazi-Raubkunst hat sich der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, Reinhold Baumstark, für eine aktive Aufarbeitung von seiten der Museen ausgesprochen. Kein Museum könne sich an einem Kunstwerk erfreuen, das NS-Verfolgten geraubt worden sei und eine »bittere Vergangenheit« habe, sagte er im deutschlandradio Kultur. »Wir müssen uns vorwerfen, daß wir unbekümmert, wirklich ohne Kummer, mit diesen Dingen umgegangen sind.« In München sei von den staatlichen und nichtstaatlichen Museen ein Projekt in Auftrag gegeben worden, den Kunsthandel von 1933 bis 1945 zu erforschen. Baumstark räumte ein, daß dies 63 Jahre nach Kriegsende »unendlich schwierig« sei.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.12.2008, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!