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Zementkartell vor Gericht

Düsseldorf. Im Rechtsstreit um kartellartige Strukturen in der Zementindustrie verhandelt das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf seit Donnerstag die Einsprüche mehrerer Unternehmen zu den gegen sie verhängten Strafzahlungen. Den Konzernen wird vorgeworfen, bestimmte Lieferquoten vereinbart zu haben. Dadurch sollen laut OLG vor allem in den Jahren 1997 bis 2001 in Deutschland rund 100 Millionen Tonnen Zement nach Absprache gehandelt und andere Unternehmen ausgeschlossen worden sein. Davon betroffen waren den Angaben zufolge Umsätze in Höhe von rund sechs Milliarden Euro.

Das Bundeskartellamt hatte im Frühjahr 2003 gegen acht Zementhersteller und zwei Zementimporteure ein Rekordbußgeld von 700 Millionen Euro verhängt. Die Konzerne bestreiten die Vorwürfe. Sie legten Einspruch gegen die Bußgeldbescheide ein, die nun vor dem OLG verhandelt werden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2008, Seite 5, Inland

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