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Kritik an Polizei nach Neonazitreff

Hamburg. Am Samstag konnten sich mehr als 1000 Neofaschisten ungehindert in dem kleinen nordwest-mecklenburgischen Dorf Mallentin bei Grevesmühlen zu einem Rechtsrockkonzert treffen. »Es gab keine Zwischenfälle, die ein Eingreifen erforderlich machten«, teilte am Sonntag die zuständige Schweriner Polizeidienststelle mit. Die Polizei war nach eigenen Angaben lediglich mit 80 Beamten vor Ort. Das Internetportal links-lang.de schrieb angesichts des Verhaltens der Polizei von einem »Totalausfall« und berichtete, daß die Band »Die Lunikoff-Verschwörung« gespielt habe. Deren Frontmann ist Michael Regener, der Sänger der verbotenen Rechtsrockband »Landser«. 2005 hatte der Bundesgerichtshof gegen ihn eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verhängt und die Band als kriminelle Vereinigung eingestuft. Ein Sprecher der landesweiten Opferberatung »Lobbi e.V. wies gegenüber der taz darauf hin, daß Regener nur unter der Auflage, nicht aufzutreten, vorzeitig aus der Haft entlassen worden sei. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2008, Seite 15, Antifaschismus

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