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Aus: Ausgabe vom 29.07.2008, Seite 9 / Kapital & Arbeit

WTO-Gespräche ­drohen zu scheitern

Genf. Neuer Streit bei den WTO-Gesprächen zur »Liberalisierung des Welthandels«: Die USA erklärten am Montag, sie hätten bei dem am Wochenende erzielten vorläufigen Kompromiß »einiges geschluckt«. Doch jetzt weigere sich Indien, das vom Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, vorgelegte Paket zu akzeptieren. Zudem versuche China, sich hinter Erreichtes zurückzuziehen, monierte der US-Beauftragte David Shark. Wenn die beiden diesen Kurs nicht änderten, »werden wir alle Genf mit leeren Händen verlassen«. so Shark.

Delegationen aus mehr als 30 Ländern hatten sich am Freitag in Grundzügen auf ein Abkommen zur Öffnung der Märkte für Agrarprodukte und Gebrauchsgüter geeinigt, aber nicht alle Fragen geklärt. Die vorläufigen Vereinbarungen zielen darauf ab, daß die Europäer ihre Agrarsubventionen um 80 Prozent kürzen, die USA um 70 Prozent. Bei den Gebrauchsgütern sollen die Zölle zugunsten der Entwicklungsländer um 20 bis 25 Prozent zurückgefahren werden.


Die Ministerkonferenz in Genf soll die im Jahr 2001 gestartete sogenannte Doha-Runde zur weiteren weltweiten Handelsliberalisierung einem Abschluß näherbringen.(AP/jW)

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