Zum Inhalt der Seite

WTO-Gespräche ­drohen zu scheitern

Genf. Neuer Streit bei den WTO-Gesprächen zur »Liberalisierung des Welthandels«: Die USA erklärten am Montag, sie hätten bei dem am Wochenende erzielten vorläufigen Kompromiß »einiges geschluckt«. Doch jetzt weigere sich Indien, das vom Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, vorgelegte Paket zu akzeptieren. Zudem versuche China, sich hinter Erreichtes zurückzuziehen, monierte der US-Beauftragte David Shark. Wenn die beiden diesen Kurs nicht änderten, »werden wir alle Genf mit leeren Händen verlassen«. so Shark.

Delegationen aus mehr als 30 Ländern hatten sich am Freitag in Grundzügen auf ein Abkommen zur Öffnung der Märkte für Agrarprodukte und Gebrauchsgüter geeinigt, aber nicht alle Fragen geklärt. Die vorläufigen Vereinbarungen zielen darauf ab, daß die Europäer ihre Agrarsubventionen um 80 Prozent kürzen, die USA um 70 Prozent. Bei den Gebrauchsgütern sollen die Zölle zugunsten der Entwicklungsländer um 20 bis 25 Prozent zurückgefahren werden.


Die Ministerkonferenz in Genf soll die im Jahr 2001 gestartete sogenannte Doha-Runde zur weiteren weltweiten Handelsliberalisierung einem Abschluß näherbringen.(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!