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Angst im Blut

Die Redewendung vom Blut, das in den Adern gefriert, kommt nicht von ungefähr. Panische Angst kann das Blut zum Gerinnen bringen und damit das Risiko einer Thrombose oder eines Herzinfarktes erhöhen. Das ergab eine Untersuchung der Uni Bonn. Mediziner verglichen das Blut von Patienten, die unter einer Panikstörung oder einer sozialen Phobie leiden, mit dem Blut einer gesunden Kontrollgruppe. Normalerweise halten sich im Gerinnungssystem zwei gegenläufige Mechanismen die Waage: Bei der Koagulation entsteht ein Blutpfropf, der etwaige Verletzungen abdichtet. Die Fibrinolyse löst den Pfropf wieder auf. Bei den Angstpatienten beobachteten die Forscher eine Aktivierung der Koagulation bei gleichzeitiger Hemmung der Fibrinolyse. Womöglich haben Angstpatienten deshalb statistisch gesehen ein um den Faktor drei bis vier erhöhtes Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben. »Das heißt natürlich nicht, daß alle Patienten mit einer ausgeprägten Angststörung nun Angst haben müssen, einen Herzinfarkt zu erleiden«, beschwichtigte Studienleiterin Franziska Geiser.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2008, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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