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Neu erschienen

Ukraine

Die Herausbildung und Entwicklung der Ukraine, des zweitgrößten Flächenstaates Europas, ist von großer geopolitischer Bedeutung. Schon deshalb konzentriert sich das Interesse der internationalen Öffentlichkeit auf die Perioden, die das Land »immer wieder an den Rand von Staatskrisen getrieben« haben. Manfred Schünemann untersucht die Chancen und Risiken der ukrainischen Staatlichkeit und deren Probleme. Große Beachtung schenkt er der »Orange Revolution« und den politischen Machtwechseln. Nüchtern und sachlich beschreibt er das Verhältnis der Ukraine zu Rußland und zum Westen. Der Leipziger Historiker Ernstgert Kalbe konstatiert einleitend : »Endlich eine seriöse Publikation zur unmittelbaren Zeitgeschichte der Ukraine.« Der Leser des schmalen Heftes wird das Lob Kalbes sicherlich teilen. (fkh)

Manfred Schünemann: Quo vadis Ukraina? GNN Verlag Sachsen, Schkeuditz 2008, 68 Seiten, 4,50 Euro

Bezug: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V., Harkortstr. 10, 04107 Leipzig, Tel.: 0341/9608531, Fax: 0341/2125877, E-Mail: RosaLuxemburg-Stiftung@t-online.de

Egon Bahr

Vor 45 Jahren entwickelte Egon Bahr die Formel »Wandel durch Annäherung«. Herbert Wehner sprach vom »Ba(h)ren Unsinn«, und DDR-Außenminister Otto Winzer nannte sie »Aggression auf Filzlatschen«. Unter diesem Titel – ergänzt um ein Fragezeichen – hat der Historiker Detlef Nakath »Gespräche mit dem Außen- und Deutschlandpolitiker Egon Bahr« in einem Band zusammengestellt. Er enthält Beiträge Nakaths über den früheren Mitarbeiter von Willy Brandt seit dem Jahr 1997 sowie Interviews mit ihm aus den letzten Jahren und das Protokoll einer Podiumsdiskussion (mit Botschafter a. D. Hans Voß und Detlef Nakath) vom Oktober 2007 in Potsdam zum Thema des Buches.

Detlef Nakath (Hg.): Aggression auf Filzlatschen? Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Postdam 2008, 112 Seiten, 9 Euro

Bezug: Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e. V., Dortustr. 53, 14467 Potsdam, Tel.: 0331/8170432, Fax: 0331/8170433, E-Mail: info@bbg-rls.de
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2008, Seite 15, Politisches Buch

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