Die junge Welt drei Wochen gratis testen
Gegründet 1947 Mittwoch, 27. Januar 2021, Nr. 22
Die junge Welt wird von 2464 GenossInnen herausgegeben
Die junge Welt drei Wochen gratis testen Die junge Welt drei Wochen gratis testen
Die junge Welt drei Wochen gratis testen

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Allianz gegen China vom 07.10.2020:

Reiner Wahlkampfzweck

Die USA hatten schon einmal mehr Einfluss in der Region. Wenn man die scheinbar unzerbrechliche Geheimdienstallianz USA-Großbritannien-Kanada-Australien-Neuseeland als Minimum ansieht, dann fehlen zumindest Großbritannien, Kanada und Neuseeland. Die letzten beiden auch, um nicht Biden in den Rücken zu fallen. Großbritannien möchte sich – offenbar – nicht allzu sehr an die USA binden und anderswo dafür Einfluss verlieren.
Diese Erklärung hat reinen Wahlkampfzweck als Unterstützung für Trump. Wenn Biden gewinnen sollte, wird er sich die Unterstützer Trumps intensiver anschauen. Die Erklärung hat etwas Lächerliches an sich. Zwei der Unterzeichner grenzen an den Indischen Ozean – Indien und Australien. Die USA, Japan und China als gegnerisches Ziel dieser Allianz haben nichts mit dem Indik am Hut. Dafür hat Indien mit dem Pazifik eigentlich nichts im Sinne. Indien hat andere – tiefe – Probleme, bei deren Lösung es sich von den Unterzeichnern der Erklärung nicht sehr viel Unterstützung erhoffen kann. Vielleicht kommt etwas von Japan.
Ob das Papier bei den Beziehungen zu China (und auch zu Russland) hilfreich ist, ist extrem fraglich. Man isoliert sich weiter zugunsten zweifelhafter »Freunde«.
Wenn man sich Pompeo anschaut mit seinen schönen Ringen: Was hat der Mann an konstruktiven Ideen? Der schießt gern eine Salve nach der anderen gegen China und ist für die US-Hochfinanz schlichtweg geschäftsschädigend. Für die Wall Street ist der Wert dieses Mannes vermutlich bei null.
Achim Lippmann, Shenzhen