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Leserbrief zum Artikel Versorgung der Massen: Billignahrung für Arme vom 04.02.2020:

Profitsicherung nach Plan

Merkel fordert fairen Handel, als wenn sie forderte, die Erde habe eine Scheibe zu sein. Erstaunlich an allen derartigen dümmlichen Plattheiten, die zu versorgenden Massen glauben es mehrheitlich noch bzw. werden bildzeitungsmäßig auf solches Erkenntnis- und Glaubensniveau täglich eingeschworen. Zu alledem auch noch lauter und offener das Verlangen nach »verordnetem Preisanstieg«. Warum an dieser Stelle kein Aufschrei wegen kommunistischer Misswirtschaft, Diktatur, Planung und sozialistischer Preisgestaltung? Unablässig wird der Glaube an eine faire, freie Marktwirtschaft bedient, obwohl von einer solchen noch nie und heute schon gar nicht mehr die Rede sein kann. Monopolwirtschaft, wie bei Lenin vor fast 150 Jahren nachlesbar und seither bestätigt, hat mit freien Märkten und Konkurrenz nichts zu tun. Freie Marktwirtschaft lebt in den Träumen kleiner Warenproduzenten, im Volke fort. Irrsinnigerweise bis zum Glauben, dass Preisanstieg das Problem Kapitalismus sozial lösen könnte. Wer aber eben bis in Die Linke hinein am Kapitalismus nichts grundlegend ändern, sondern ihn nur sozialer machen will, der wird Massenversorgung, Billigstnahrung für Arme, Almosen und Tafeln als Erfolge feiern müssen. Ob bei Kleinbauern, Lebensmittelerzeugern, Händlern, Handwerk, Natur- und Umweltschutz, Klima usw., die Idee und Praxis der Anhebung von Preisen und Steuern hat nur eine Steuerfunktion – die Profite der Großkonzerne, Agrarmultis, Großhandelsketten u. a. abzusichern, planmäßig nicht nur zu garantieren, sondern zu maximieren. Ein fast sozialistischer Staat, ein Staat der Monopole, der die weitere Umverteilung von unten nach oben als soziale Lösung verkauft. (...)
Roland Winkler, Aue
Veröffentlicht in der jungen Welt am 07.02.2020.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Gesetzwidrige Appelle

    Nein, liebe verantwortliche Politvertreter: Es reicht nicht, den Handel zu fairen Preisen für die Bauern aufzurufen! Als erstes muss sichergestellt werden, dass gesetzwidrige Produktionsbedingungen be...
    Peter Richartz, Solingen