Schwarzer Kanal
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Leserbrief zum Artikel Porträt: Faschist des Tages: Björn Höcke vom 30.09.2019:

Gemeinsam gegen Menschenfeinde

Als Beweismittel für Björn Höckes faschistische Gesinnung wurde unter anderem gewertet, dass er wiederholt gegen den angeblich bevorstehenden »Volkstod durch Bevölkerungsaustausch« tönte und eine »erinnerungspolitische Wende um 180 Grad« forderte. Nach seinen Vorstellungen beinhaltet das unter anderem, dass er das Holocaust-Mahnmal in Berlin als »Denkmal der Schande« bezeichnet. Das Gericht führte weiter an, dass Höcke im Zusammenhang mit dem Hitlerfaschismus von einer »katastrophalen Niederlage von 1945« sprach. Er forderte die AfD-Politiker auf, ein »Zuchtmeister« soll mit »fester Hand« den Saustall ausmisten. Dieser erbärmliche Revisionist erlaubt sich, die bundesdeutsche Bevölkerung als Saustall zu charakterisieren. Mit diesen menschenverachtenden Aussagen sollen nicht nur Andersdenkende aus Deutschland ausgeschlossen werden.
Höcke tritt bei den Landtagswahlen am 27. Oktober in Thüringen als Spitzenkandidat der AfD an. Er ist Wortführer des rechtsnationalen Flügels innerhalb der AfD. Er fällt immer wieder mit völkischen und fremdenfeindlichen Äußerungen in seinen Reden und in Interviews auf. Bei den anstehenden Landtagswahlen sollten die Thüringer dem »Spitzenkandidaten« Höcke zeigen, dass diese inhumane Politik nicht gewünscht wird. Diese menschenverachtende Politik zurückzudrängen, dafür sollten wir gemeinsam stehen und politisch wirksam werden.
Rudolf Frey, Bad Schwartau
Veröffentlicht in der jungen Welt am 04.10.2019.