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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Eritreer niedergeschossen: Opfer nach Hautfarbe ausgewählt vom 24.07.2019:

Verwirrte Einzeltäter?

»Wir haben nach derzeitigen Ermittlungen keine belastbaren validen Erkenntnisse, dass Kontakte in die rechtsnationale oder rechtsextreme Szene bestanden.« Und schon wieder ist es Hessen … Am Ende des Tages war es wieder ein verwirrter Einzeltäter. Welcher keinen Kontakt zur rechten Szene hatte. Ja ne, ist klar!
Es ist befremdlich und erstaunlich zugleich, wie deutsche Behörden den Rechtsterrorismus in der BRD immer noch herunterspielen und ausblenden. Erst der Mord an Walter Lübcke, die Bombendrohung gegen die Parteizentrale der Linken und auch der gestrige Sprengstoffanschlag in Zittau. Nach allem Wissen über »Combat 18«, den NSU, rechte Strukturen in der Polizei und bei der Bundeswehr und der Gruppe um die Nordkreuzliste gibt es immer noch keine bundesweite Aktionen.
Die BRD hat ein Problem, ist aber zu blind auf dem rechten Auge oder zu unwillens, um es zu sehen.
In der Zeit werden die Probleme nicht kleiner. Ob Rechtsextreme, die im Mob durch Chemnitz oder Köln in pogromartiger Stimmung streifen, Prügelattacken im ÖPNV oder Hass im Netz. Ein Großteil wird heruntergespielt oder durch »Skandale«, propagiert in Gallionsblättern der Springer-Presse, ausgeblendet.
In was für einer Welt Leben wir eigentlich, in welcher die Frage ob oder ob nicht Schweinefleisch in einer Kita wichtiger ist als der Mordversuch an einem Menschen? In der rechte Demagogen einer verfassungsfeindlichen Partei im TV zu bester Sendezeit ihren Hass versprühen dürfen?
Wie weit muss es noch kommen … Am Ende befolgten wieder die Wissenden Befehle, und »die anderen« haben nichts gewusst … Beschämend!
David Schwarzendahl, Die Linke Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht in der jungen Welt am 25.07.2019.

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