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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel »Verfassungsschutz« in Hamburg: Geheimdienst warnt vor Abschiebegegnern vom 10.07.2019:

Keine Extremisten, sondern Helden

»Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) werde zunächst fünf Mitarbeiter einstellen, die ›rechtsextremistische Aktivitäten‹ im Internet beobachten sollen.« – Heißt das nun, dass man die Strukturen beobachten will, welche man selber finanziert und aufgebaut hat?

Egal ob NSU oder der perverse Mord an Walter Lübcke, immer taucht der Verfassungsschutz, völlig unabhängig vom Bundesland, in den Strukturen der jeweiligen Organisation auf. Das muss doch zu denken geben, oder? Inwieweit der Verfassungsschutz in die Morde selber verstrickt ist, können wir nur erraten bzw. erahnen.

Die »neue bürgerliche Mitte«, selbsternannt, nachdem die Rassisten der AfD das rechtskonservative Spektrum besetzt hatten, gerät regelmäßig in Glückseligkeit, wenn sie die Möglichkeit bekommt, öffentlich links und rechts in einen Satz zu packen. Immer unter dem Begriff des Extremismus. Wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken und mutige Menschen ihnen zu Hilfe eilen, lieber Herr Grote, sind diese Menschen keine Extremisten, sondern Helden! Ich empfehle Ihnen, beim Thema Extremismus mal unter Ihren V-Leuten zu suchen, da werden Sie gewiss schnell fündig.
David Schwarzendahl
Veröffentlicht in der jungen Welt am 13.07.2019.