Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel »Exzesse auf dem Wohnungsmarkt« vom 14.05.2019:

Skandal Müllexporte

Herr Fischer von der Deutschen Umwelthilfe sieht in der Exportbeschränkung für Kunststoffabfälle einen wichtigen Schritt zur Reinhaltung der Meere. Für mich ist es ein Skandal, dass der Dreck, Plastik, Elektronikschrott, Lumpen usw., aus unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft in die »dritte Welt« verbracht wird. Damit vergiften wir die dortigen Gebiete und die darin lebenden Menschen. Bezahlen wir nicht über den »grünen Punkt« das duale Sammel- und Verwertungssystem für Verpackungen? Deutschland brüstet sich mit einer hohen Recyclingquote auch bei Kunststoffen. Doch es ist bei Kunststoffen meist Betrug. Die neuen Exportregeln sind bestimmt durch die beteiligten Lobbyisten so gestrickt, dass genügend Schlupflöcher bleiben. Schluss mit den Müllexporten. Bis zu einer besseren Lösung ist die thermische Verwertung statt des Verbrennens von Kohle und Öl diesem Tun vorzuziehen. Wer einmal die Flüsse in Kathmandu gesehen und gerochen hat, weiß, vor welchen schwierigen Aufgaben diese Empfängerländer stehen. Helfen wir ihnen bei der Entsorgung ihrer Müllberge. Nur Wattestäbchen und Trinkröhrchen verbieten kann nicht die Lösung sein.
Jürgen Powollik, Rudolstadt
Veröffentlicht in der jungen Welt am 16.05.2019.