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Leserbrief zum Artikel Neue Vorwürfe gegen Bundeswehr-Berater vom 11.02.2019:

Stolze Summen

Es kann wohl nicht das ganze Ausmaß der »Leistungen« im Selbstbedienungsladen unserer Verteidigungsministerin umfassen, was da zur Zeit an echten kriminellen Taten durch einen »Untersuchungsausschuss« ausgegraben werden soll. Hoffentlich funktioniert dieses Gremium nicht als Ausschuss – im eigentlichen Sinne dieses Wortes –, sondern als Brechstange zur Aufarbeitung »genial« angelegter Geldverschwendung. Es geht doch wohl nicht um die Doppelabrechnung eines einzelnen Täters. Vielmehr sollte untersucht werden, wie seit Januar 2014 externe Berater aus Verträgen insgesamt 716 Millionen Euro »erarbeitet« haben. Immerhin ergibt sich aus dieser Summe und 3.081 Verträgen ein Honorar von stolzen 188.000 Euro je Papier. (Diese Angaben habe ich aus der MZ vom 12.12.2018 entnommen.) Und was wird wohl in diesen Papieren alles entdeckt worden sein? Aber das ist streng geheim. Und so ein Papier würde ich auch gerne für die Verteidigung unserer »freiheitlich-demokratischen Ordnung« liefern wollen.
Dr. agr. Günther Freudenberg
Veröffentlicht in der jungen Welt am 12.02.2019.