Dein Abo für den heißen Herbst!
Gegründet 1947 Sa. / So., 1. / 2. October 2022, Nr. 229
Die junge Welt wird von 2651 GenossInnen herausgegeben
Dein Abo für den heißen Herbst! Dein Abo für den heißen Herbst!
Dein Abo für den heißen Herbst!

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2000 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Leserbrief zum Artikel Neue Doppelspitze für Die Linke Niedersachsen vom 09.02.2015:

Signal der Hoffnung

Zwei Jahre nach dem desaströsen Landtagswahlergebnis geht von der Wahl des neuen Landesvorstandes ein Signal des Aufbruchs aus. Genau dieses Signal hatte der ehemalige Landesvorstand um Dr. Manfred Sohn und Sabine Lösing nicht geben können. Im Gegenteil: Anstatt die Ursachen des Niedergangs des Landesverbandes konstruktiv zu diskutieren und die Weichen für einen Neustart zu stellen, verzettelten sich Sohn und der geschäftsführende Vorstand in einem unseligen Streit mit den Niedersächsischen MdBs (Herbert Behrens, Diether Dehm, Jutta Krellmann & Pia Zimmermann) um die künftige Finanzierung der Landesgeschäftsstelle in Hannover. Dieser wohl auch aus persönlichen Motiven vom Zaun gebrochene Zwist führte zu einer immer stärkeren Zerrüttung des Landesverbandes und zum nahezu vollständigen Stillstand der Arbeit des Landesvorstandes. Auch die kurz nach der Wahl von Sohn ins Leben gerufene "Außerparlamentarische Fraktion" (APF) konnte die mit ihr verbundenen Erwartungen nicht erfüllen. Der Niedergang der ohnehin schon schwachen Kreisverbände wurde somit nicht nur nicht aufgehalten, sondern sogar weiter verstärkt. Die Ergebnisse des Landesparteitages in Hannover sind somit nur eine folgerichtige Konsequenz. Sämtliche Kandidaten aus dem Fahrwasser von Dr. Manfred Sohn wurden entweder nicht gewählt oder zogen ihre Kandidaturen in Anbetracht der sich abzeichnenden Mehrheiten auf dem Landesparteitag zurück. Die Forderung an den neuen Landesvorstand ergibt sich aus den Versäumnissen des scheidenden Vorstandes: Wiederaufbau und Stärkung des Kreisstrukturen, die Eröffnung eines konstruktiven und solidarischen Dialoges zwischen Landesvorstand, Landesausschuss und Landesgruppe, die Wiederherstellung der Kampagnenfähigkeit des Landesverbandes sowie die systematische Vorbereitung der Kreisverbände auf die kommende Kommunalwahl im Herbst 2016. Das dies mit der Wahl dieses neuen Landesvorstandes zumindest grundsätzlich möglich erscheint, ist ein Signal der Hoffnung.
Hannes Hoppe