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Leserbrief zum Artikel Selbständige sollen für Rente vorsorgen vom 22.03.2012:

Woher nehmen, wenn nicht stehlen

Leider hat Frau von der Leyen (CDU), den Selbständigen, die teilweise am Monatsende nicht einmal wissen, ob es für das Nötigste reicht, nicht gesagt, wie sie die Beiträge für ihre Rente aufbringen sollen. Ich kenne aus meiner praktischen Tätigkeit genügend Beispiele dafür, daß sogenannte, nach dem Gesetz definierte "Selbständige", nicht einmal in der Lage sind, ihre Mindestbeiträge in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder gar einen Beitrag in die private Krankenversicherung (PKV)einzuzahlen. Für Rentenbeiträge reicht es bei Vielen schon gar. Frau von der Leyen und mit ihr all jene Beamten und in dem Fall Spitzenbeamten, brauchen sich dererlei Sorgen nicht zu machen, denn erstens sichert der Staat sie und ihre Familien bis in den Tod ab und zweitens sind die Altersbezüge um ein Vielfaches höher als bei einem Angestellten. Dafür brauchen diese privilegierten Herrschaften weder einen Beitrag in die GKV, noch in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzuzahlen, können aber von sich behaupten, daß sie wesentlich früher ihre Altersbezüge erhalten und im Durchschnitt vier Jahre länger leben, als der malochende Durchschnittsbundesbürger. Und was die Arbeitsministerin selbst anbetrifft, so hat doch ihr Vater, Dr. Ernst Albrecht, ehemaliger Ministerpräsident von Niedersachsen und direkter Vorgänger von Gerhard Schröder, durch einen Deal mit der THA und dem Land Sachsen-Anhalt beim Verschleudern des Vermögens der DDR dafür gesorgt, daß die Familienkasse aufgebessert wurde.

R. Hoffmann
Gerhard Richard Hoffmann