75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Sa. / So., 4. / 5. Dezember 2021, Nr. 283
Die junge Welt wird von 2593 GenossInnen herausgegeben
75 Ausgaben junge Welt für 75 € 75 Ausgaben junge Welt für 75 €
75 Ausgaben junge Welt für 75 €

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2000 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Leserbrief zum Artikel KKH rechnet mit ­Zusatzbeiträgen vom 24.08.2009:

Ein sich erweiternd reproduzierender Skandal

Zur Erinnerung. Zwar hatten es Rentner in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) nicht gerade dicke, aber ihr Brutto war gleich Netto; es gab keinerlei Beitragsabzüge! Krankenkassenbeiträge waren für Rentner tabu. Heute darf ich mir als EU-Rentner nicht nur solcherlei von der Spärlichkeit Rente abziehen lassen, sondern auch noch alle rezeptfreien Medikamente bezahlen. Es kommt einem dicke! - auch in der KKH-Allianz, wo die Milliarden milliardärsgerecht (siehe Allianz) verteilt werden. Von dort erhielt ich unlängst übrigens ein Angebot zur privaten Zusatzversicherung für "nur" 15 Euro monatlich, da nach einem Krankenhausaufenthalt die oft nötige Nachbetreuung nicht von der gesetzlichen Kasse voll getragen würde. Ich schickte den Wisch als Fehlanzeige mit dem Vermerk, daß der "Kunde" kein Geld dafür habe, zurück. Als solcher wurde ich jüngst bei meinem Hausarzt im Warteraum von einem sich vergeblich vordrängenden Pharmavertreter betitelt, was ich mir mit der lautstark erhobenen Forderung nach sofortiger Verstaatlichung der Pharmaindustrie verbat, damit die Ärzte endlich nicht mehr von Heuschrecken belästigt, sich dem Patienten wieder zuwenden könnten. Mit den Versicherungen verhält es sich nicht anders. Da wird beispielsweise eine Kassengebühr erhoben und ablenkend als "Praxisgebühr" betitelt. Wie sagte mir mal ein Arzt? Eine Versicherung besteht darin, zu betrügen. Und eine Krankenversicherung macht dabei keine Ausnahme. Diese ganze Gesellschaft ist m.E. ein sich ständig erweiternd reproduzierender Skandal.
E.Rasmus