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22.04.2017: Auf den Spuren der USPD in Berlin

Nachdem am 21. Dezember 1915 zwanzig Abgeordnete der SPD im Reichstag gegen die Bewilligung weiterer Kriegskredite gestimmt hatten, beschloss die SPD-Führung am 24. März 1916 den Ausschluss dieser Abgeordneten aus der SPD-Fraktion. Damit die Ausgeschlossenen ihre Arbeit fortsetzen konnten, gründeten sie die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft (SAG). Am 18. Januar 1917 wurden diese Abgeordneten auch aus der SPD ausgeschlossen.
Innerhalb der SPD und bei den Ausgeschlossenen begann eine intensive Diskussion, wie ihre politische Arbeit fortgesetzt werden kann. Am 6. April 1917 gründeten linke und ausgeschlossene Sozialdemokraten deshalb in Gotha die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD). Ihr erster Vorsitzender wurde Hugo Haase. Damit begann die kurze Arbeit der USPD. Die Partei, die eng mit den Revolutionären Obleuten zusammenarbeitete, aber keinen endgültigen Bruch mit der bürgerlichen Republik für sinnvoll hielt, spielte in den Auseinandersetzungen der sozialistischen Revolution der Jahre 1918/1919 eine wichtige Rolle. Zwischen SPD und KPD versuchten die Aktiven einen eigenen Weg zu finden. Die DenkMalTour begibt sich auf die Spuren der USPD, zeigt inhaltliche Diskussionen und Differenzen in der Partei und strategische und inhaltliche Unterschiede zwischen USPD, KPD und SPD auf.

Führung: Uwe Hiksch, NaturFreunde Berlin

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den NaturFreunden Berlin.

Veranstaltet durch: Helle Panke

14:00 Uhr

Potsdamer Platz
Stresemannstr. (vor dem Liebknecht-Sockel)
10963 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2237