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Betr.: Artikel Wiederbelebter des Tages: Moskwitsch

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Wiederbelebter des Tages: Moskwitsch

Dem russischen Industrie- und Handelsministerium gelang es, Freunden der DDR-Mobilität – deren Hochamt in den Sommermonaten nach wie vor entsprechende Oldtimertreffen sind – am Mittwoch freudige Jauchzer zu entlocken. Der Moskwitsch ist, 20 Jahre nach dem Ende seiner Produktion, zurück! Der »Moskauer« war auf den holprigen Pflastern des Ostens ein echtes Dickschiff mit 75 PS (zum Vergleich: Ein Trabi hat 26) und, wenn man vom üppigen Rostfraß und der beängstigenden Kurvenlage absah, King of the Road zwischen Rügen und Vogtland.

Nach dem Rückzug von Renault aus Russland werden im ehemaligen Moskauer Werk des französischen Autobauers nun wieder Moskwitsch-Fahrzeuge hergestellt. Der Verkauf des Moskwitsch 3 mit Benzinmotor solle im Dezember beginnen, später auch ein E-Modell die Palette komplettieren, wurde nun verkündet. Über sage und schreibe 150 PS werde der Motor verfügen. Aus dem Stand heraus, innerhalb weniger Monate, ein Auto zu entwickeln, ist schon bemerkenswert. Wobei: In der Vergangenheit haben sich die Moskauer Autobauer oft bei anderen bedient. Zunächst bei Ford, ab 1930 wurde in Lizenz das Modell A nachgefertigt. Nach dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg gab es dann den ersten Moskwitsch, der ein abgekupferter Opel Kadett war, hergestellt mit Maschinen aus Rüsselsheim. Ein richtiger »Mossi« lief erst ab 1956 vom Band. Und so sollte man sich auf den Neuen nicht allzu dolle freuen, denn angedeutete Heckflossen und Kastendesign gibt’s nicht mehr. Es wird eine Kopie des chinesischen Hausfrauenpanzers JAC S4 sein, und der sieht erwartbar stinklangweilig aus.

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