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Betr.: Artikel Heimatschützer des Tages: Bodo Ramelow

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Hach, was waren das noch für Zeiten, als der Bodo in Dresden (nicht nur dort) gegen Nazis demonstrierte und sich dabei von der Polizei sogar umrempeln ließ. Und heute will der diesen Leuten Waffen gegen Russland liefern. Also vom »Paulus« zum »Saulus«, oder so …

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Heimatschützer des Tages: Bodo Ramelow

Waren das gute alte Zeiten, als lediglich der Teufel dem Martin Luther auf der Wartburg im Thüringischen erschien und mit Tintenfasswurf bekämpft werden konnte. Heute lauert hinter jedem Tannenbaum im »grünen Herzen Deutschlands« der Russe. Landesvater Bodo Ramelow warnt jedenfalls am Montag in der Süddeutschen Zeitung: »Russland führt seinen Krieg auch in Deutschland an der Tankstelle, beim Strom- und Gaspreis und auch an jedem Montag hier in Thüringen.« Im »Angesicht des Bösen« (Frank-Walter Steinmeier) wird selbst der fromme Niedersachse zum Rächer von Witwen und Waisen: »Der Druck auf Putin und die Kleptokratie muss wachsen.« Alle Vermögenswerte und Geschäftsanteile der Oligarchen sollten »einkassiert« werden. Deutsche Milliardäre sind nicht gemeint. Fürs Wegnehmen müssen vor allem jedoch Waffen her. »Früher« sei er gegen deren Export gewesen, sagt der neue Robin Hood, heute füge er hinzu: Wer angegriffen wird, hat das Recht, sich zu verteidigen. Ob das auch für die Bewohner des Donbass gilt, in deren Wohngebiete Kiews Armee seit 2014 hineinschießt und jetzt durch US- und deutsche Kanonen mit noch größerer Reichweite, erfahren die Leser nicht. Jedenfalls reicht der bisherige Massenmord durch Kiew Ramelow offenbar nicht. Auch sein Bruder im Geiste, Anton »Panzertoni« Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen), findet das nicht genug. Der verlangte laut Montags-FAZ von Polen zehn »Leopard« für Kiew. Das erhöhe den Druck auf Berlin, »seinerseits zum Beispiel 50 Stück zu geben«.

Ramelows Waffenneigung sei »nicht die Position der Partei, wir machen Alternativen zur militärischen Logik stark«, rüffelte der Linke-Kovorsitzende Martin Schirdewan in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er teile aber Ramelows Auffassung, »dass der Druck auf Putin steigen muss«. Ein guter Ansatz auf dem Weg vom Tintenfass zur Artillerie.

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