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Leserbrief zum Artikel Früh übt sich: Gut Pfad. Eine Erinnerung vom 29.03.2021:

Plädoyer für die Pfadfinder

Das war schon ein interessanter Artikel über Pfadfindererlebnisse und ein Kindheitstrauma, hätte aber vielleicht eher in eine längere Traumabehandlung gehört als in einen letztlich die heutige Pfadfinderschaft mit diffamierenden Zeitungsartikel. Wir begleiten unsere Kinder und viele andere seit circa 35 Jahren in ihren pfadfinderischen Tätigkeiten und können nur feststellen, dass sich dort in der Regel freundliche, pazifistische, achtsame, hilfsbereite und um Klima wie auch Völkerverständigung bemühte Menschen umeinander und um die Welt kümmern. Sicher hat das Pfadfindertum auch seine zum Teil negativen historischen Bezüge, und sicher gab es in den 50er bis 70er Jahren auch schädliche Rituale, unsinnige Mutproben und gemeine Erniedrigungen – aber das ist seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall. Von jemandem mit einem in der Regel doch beachtlichen intellektuellen Anspruch sowie einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn wäre etwas anderes zu erwarten gewesen.
Jürgen Abresch
Veröffentlicht in der jungen Welt am 08.04.2021.