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30.10.2020 08:47 Uhr

Vorläufiges Programm der XXVI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz

Stand 23. November 2020 (Änderungen vorbehalten)

Die XXVI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz findet am Sonnabend, den 9. Januar 2021, als Liveveranstaltung im Internet statt. Nur an diesem Tag ist die Konferenz komplett mit allen Referaten, Gesprächsrunden, der Podiumsdiskussion und den Kulturbeiträgen zu sehen. Der Zugang zum Livestream ist kostenfrei! Die internationale Konferenz wird in deutscher, englischer und spanischer Sprache übertragen.

Über den Kauf einer Unterstützerkarte würden wir uns sehr freuen! Denn auch wenn keine Raummiete anfällt, so ist der Technikaufwand sehr groß und mit hohen Kosten verbunden. Hinzu kommen weitere Kosten für die Dolmetscher, Gagen für die Künstler und teilweise auch für Reise und Unterkunft.

Nach der Konferenz werden wir ein zusammengeschnittenes Video mit einem Auszug aus dem Programm veröffentlichen. Wer die komplette Konferenz nachschauen möchte, kann sich auf die Broschüre zur XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz inklusive DVD freuen. Diese erscheint Ende März 2021.

Zur XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz erwarten wir folgende Vorträge
ab 11 Uhr:


»Ökonomische Krise«
Radhika Desai (Kanada),
Geopolitical Economy Research Group

»Ökologische Krise«
John Bellamy Foster (USA),
Herausgeber der Monthly Review

»Faschismus/Rassismus«
Donna Murch (USA),
Autorin und Professorin an der Rutgers University

»Irrationalismus«
Stefano Azzarà (Italien),
Assoziierter Professor an der Universität Urbino

»Ausweg Sozialismus«
Enrique Ubieta Gómez (Kuba),
Direktor der Theoriezeitschrift Cuba Socialista

Weltpolitische Brennpunkte

Mumia Abu-Jamal (USA), politischer Gefangener und Journalist
Vijay Prashad (Indien), Herausgeber von Tricontinental
Kamal Hamadan (Libanon), Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Libanon
David Rovics (USA), Singer/Songwriter
Mohamed Diarra (Mali), Repräsentant der Partei SADI


Jugendpodium
»Kampf der Jugend gegen Corona und Krise«

Die Wirtschaftskrise trifft weltweit die Jugend in besonderem Maße. Die Coronapandemie – zwar nicht Ursache der kapitalistische Krise – verstärkt die Angriffe auf die sozialen und demokratischen Rechte. Dagegen gibt es Widerstand, auf den Straßen, in den Betrieben und Schulen. Exemplarisch für diesen weltweiten Kampf, diskutieren wir, wie hierzulande Kämpfe organisiert, gebündelt und verstetigt werden können, welche Rolle die revolutionäre Linke in diesen Abwehrkämpfen spielen muss und welche Perspektiven entstehen.

Es diskutieren:
Roylan Tolay, DIDF-Jugend;
Sascha Hevalski, North East Antifa Berlin;
N.N., Mitglied der NGG;
Leon Sierau, SDAJ.

Moderation: Carolin Zottmann, SDAJ

Podiumsgespräch
»Krisengewinnler Amazon«

In der Pandemie wächst die Marktmacht des Handelsriesen ins Uferlose. Das Privatvermögen von Konzernchef Jeffrey Bezos beläuft sich Schätzungen zufolge auf inzwischen rund 183 Milliarden US-Dollar. Für die Beschäftigten fallen nur Peanuts ab – verschärfte Ausbeutung, Arbeitshetze und perfide Überwachungsmethoden bestimmen den Alltag in den Amazon-Verteilzentren. Der Einzelhandel gerät durch rigoroses Preisdumping des Konzerns unter Druck. Doch international formiert sich Widerstand gegen dieses Geschäftsmodell. Wir diskutieren mit Teilnehmern und Organisatoren von Arbeitskämpfen über ihre Streikerfahrungen, über internationale Vernetzung, aber auch darüber, ob sich mit Lenin in der Bildung solcher Monopole Vorstufen für eine sozialistische Organisation der Gesellschaft erkennen lassen.

Kulturprogramm

David Rovics (USA)

Marcel Khalifé (Libanon)

Konstantin Wecker (BRD)

Ezé Wendtoin (Deutschland / Burkina Faso)

Simon-Dach-Theater SiDaT! (BRD) mit einem Auszug aus ihrer Inszenierung von Bertolt Brechts »Die Tage der Commune«


Ausstellungen
Gruppe »Tendenzen« Berlin: »Sozialismus oder Barbarei«

An der Ausschreibung zur achten Ausstellung der Gruppe »Tendenzen« haben sich wieder viele Künstlerinnen und Künstler beteiligt. In den Werken werden die Taten der Revolutionärin geehrt, denn ihre Frage ist heute noch aktuell: Können wir eine menschengerechte Welt erkämpfen oder werden Krieg und Barbarei triumphieren?

Fortschrittliche Arbeiterfotografie/R-Mediabase:
»Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein«

Die aktuelle Ausstellung ist das erste Ergebnis des globalen Erfahrungsaustausches der jährlich stattfindenden Konferenz. Sie ist beispielhaft für sozialkritische Arbeiterfotografie und zwangsläufig ein Abbild der gesellschaftlichen Entwicklung. Die Bilder stammen von Mitgliedern der fortschrittlichen Arbeiterfotografie Berlin, der R-Mediabase und unorganisierten Fotografinnen und Fotografen.

Gezeigt wird ein Rundgang durch beide Ausstellungen.

Gesamtmoderation: Anja Panse (Schauspielerin, Regisseurin)
Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch und Spanisch (Simultanübersetzung)

An dieser Stelle werden wir das Programm regelmäßig aktualisieren."

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