Leserbriefe

Leserbrief zu dem Artikel Demontage gestartet vom 04.06.2012:

Schrecken ohne Ende

Der Parteitag der PDL ist gelaufen. Das Führungsduo ist gewählt. Die sogenannten Reformer werden jedoch niemals Ruhe geben, denn sie wollen unbedingt an die Fleischtöpfe der Republik. Anders ist der Drang, als geduldeter Juniorpartner unter Aufgabe wesentlichster Positionen, in Koalitionen mit zu regieren, nicht zu erklären. Eine Rolle spielen höchstens noch Machtgelüste und der Wunsch nach Anerkennung durch die Etablierten. Dabei interessieren diese Leute dann, wie bereits nachgewiesen, auch Wahlversprechen nach der Wahl nicht mehr. Realpolitik heißt dann die Devise.

Warum sind die Linken in der Linken, eine furchtbare Formulierung, eigentlich so ängstlich?
Was ist denn besser, ewiger Zwist der am Ende zur Bedeutungslosigkeit führt oder ein sauberer Schnitt und ein Neuanfang mit wirklichen Partnern die alle am gleichen Strang ziehen? Der immer wieder verkündete Pluralismus hängt mir inzwischen wirklich zum Hals raus. Es sollte mal nachgelesen werden, wie eine Partei eigentlich definiert ist.

Differenzen wird es unter Menschen immer geben, es kommt aber darauf an, wie man selbige löst, wie man miteinander umgeht. Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

Übrigens, mit einem Ost-West-Konflikt oder einem Konflikt Frau-Mann hat das Gezerre absolut nichts zu tun. Es geht um Politik, um Grundhaltungen. Alles andere sind nur Nebelkerzen.
Horst Rolle

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