06.11.1999
Sanierung auf Belegschaftsknochen
Nähmaschinenhersteller Pfaff setzt ein Drittel seiner Arbeiter vor die Tür, der Rest muß länger arbeiten
Von Martin Höxtermann
Dienstag morgen: 9 Uhr. Zu früher Stunde füllt sich der Speisesaal der Pfaff-Zentrale in Kaiserslautern: 460 Arbeiter und Arbeiterinnen tröpfeln grüppchenweise in die Kantine. Ihre Zukunft ist ungewiß. Erst am Wochenende hatten sie »blaue Briefe« erhalten, in denen ihnen ihre Beurlaubung mitgeteilt wurde. Tags zuvor hatte ihnen der Insolvenzverwalter des finanziell angeschlagenen Nähmaschinenkonzerns, Robert Wieschemann, auf einer außerordentlichen Betriebsversammlu...
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