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Traumtor mit Streifen: Maurice Exslager
Foto: (c) dpa - Bildfunk/ Roland Weihrauch
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Am Ende der Zweitliga-Hinrunde umgab den bundesdeutschen Meister von 1967 schon fast ein Nimbus der Unschlagbarkeit. Am Montag abend hat die Braunschweiger Eintracht nun zum zweiten Mal hintereinander verloren, und zwar beim Drittletzten MSV Duisburg. Vollauf verdient war die Niederlage auch noch. Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht war bemüht, den Ball flachzuhalten. »Keine Panik. Es gibt keinen Grund, die Ruhe zu verlieren«, meinte er, hält es in dieser »schwierigen Phase« also lieber nicht mit Udo Lindenberg (»Panikrock, erleuchtender Schauer / macht dich schneller, macht dich schlauer«).
Schlappe 12000 Zuschauer verfolgten in Duisburg eine lahme erste Halbzeit. Die größte Chance vereitelte MSV-Keeper Felix Wiedwald in der 14. Minute. Kurz nachdem Eintracht-Torjäger Dominik Kumbela in dieser Situation sein 15. Saisontor verpaßt hatte, verzog Stürmerkollege Ranisav Jovanovic auf der Gegenseite nach schönem Paß von Julian Koch recht knapp (18.). Damit hatte es sich dann aber auch.
»Wir haben die etwas bessere Spielanlage, aber wir müssen mehr Ruhe ins Spiel bekommen«, konstatierte Eintracht-Manager Marc Arnold in der Pause. Daran änderte sich nach dem Wechsel nicht viel. In der 52. Minute vergab Kumbela abermals aus aussichtsreicher Position. Zehn Minuten später fiel gegenüber das Tor des Spiels. Maurice Exslager, ein 22jähriger aus der Duisburger Nachwuchsabteilung, schüttelte drei Gegenspieler ab und drosch den Ball aus mehr als 20 Metern in den Winkel. Eine Viertelstunde nach diesem Traumtor hätte Exslager fast noch das 2:0 erzielt, aber das wäre dann wohl zuviel des Guten gewesen.
Das Braunschweiger Mittelfeld blieb bis zum Abpfiff uninspiriert, den Offensivaktionen fehlte es an der zündenden Idee. Der verletzungsbedingte Ausfall des Kapitäns Dennis Kruppke scheint kaum zu kompensieren. Von den fünf Spielen in diesem Jahr konnten ohne ihn nur zwei gewonnen werden. Ob Kruppke am Montag beim Aufstiegsduell gegen den Dritten Kaiserslautern auflaufen kann, ist unklar. Noch zehrt die Eintracht von ihrem komfortablen Polster aus der Hinrunde. Auch die Konkurrenten marschieren nicht gerade durch die Liga. Braunschweigs Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt bei zehn noch ausstehenden Spielen elf Zähler.
Duisburg verließ mit dem Dreier den Abstiegsrelegationsrang. Trainer Kosta Runjaic wollte »schon vor dem Spiel eine Tendenz nach oben« ausgemacht haben. Die steht am Sonntag beim Tabellenprimus Hertha BSC auf dem Prüfstand.