15.04.2004
Früher Irrtum, späte Reue
Moderne Gesellschaftstheorie: Therapeutischer Horror von Sibylle Berg
Von Matthias Reichelt
Früher begann der Tag mit einer Schußwunde, bei Sibylle Berg beginnt er mit der Vorstellung vom Ende der Welt, ihrer Auslöschung. Eine grandios deprimierende (kann das überhaupt zusammengehen? Ja, es kann!) Suada des Hasses und der Verzweiflung ob der Ausweglosigkeit, der Nichtexistenz von Liebe, der Dumpfheit und der furchtbaren Mediokrität, kurz der Leere des Lebens. Alles ist auf TV-kompatibles Mittelmaß geschrumpft. Schal, abgestanden, uninspiriert ist das Leben...
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