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jW stärken!

jW stärken!

  • Architektur, Musik, Sport

    Kommende Veranstaltungen in der Maigalerie
    jW-Maigalerie

    Am Donnerstag eröffnete die Maigalerie fast auf den Tag genau fünfzig Jahre nach der Eröffnung des Palasts der Republik eine Ausstellung zu Ehren des sogenannten Hauses des Volkes, das am vormaligen Marx-Engels-Platz in Berlin, Hauptstadt der DDR, stand. Die Ausstellung erinnert mit großflächigen Tafeln, Fotos, Videos und zahlreichen Sammlerstücken aus dem Palast an die Geschichte dieses Prunkstücks des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden bis zu seiner Schließung unter nach wie vor höchst fragwürdigen Umständen 1990 und seinem Abriss Mitte der 2000er. Bis zum 11. Juni bietet sich hier jeden Donnerstag von 14 bis 19 Uhr zudem die Möglichkeit für Gespräche mit den Ausstellungsmachern.

    Außerdem ist die Ausstellung auch im Rahmen dreier Veranstaltungen im Mai zu sehen. So bespielt am 5. Mai das Alexander-Beierbach-Trio unsere monatliche Veranstaltungsreihe »jW geht Jazz: Hannes Zerbe und Freunde«. Am Donnerstag, dem 7. Mai, folgt mit der Buchvorstellung zu Fabian Goldmanns »Staatsräsonfunk« (Manifest-Verlag) eine Medienschau zum Totalversagen deutscher Medien (das vorliegende Medium mal ausgenommen) zu Israels Völkermord in Gaza in Buchlänge, moderiert von jW-Redakteurin Ina Sembdner. Und am 21. Mai beehrt uns Carlos Gomes anlässlich der soeben bei Papyrossa erfolgten Veröffentlichung seines Buches »Griff nach Gold« mit einer Vorstellung der von ihm und Koautor Glenn Jäger verfassten kritischen Geschichte der Fußballweltmeisterschaft der Männer.

    Foto: Nick Brauns 16 neu.jpg
    Gesine Lötzsch bei der Ausstellungseröffnung

    Ein Besuch lohnt sich also allemal. Mit unserem Newsletter, der unter jungewelt.de/maigalerie zu abonnieren ist, bleiben Sie stets auf dem neuesten Stand.

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  • Auf die Straße!

    junge Welt ist dabei: Schulstreiks gegen die Wehrpflicht
    Aktionsbüro

    Die dritte Runde des Schülerstreiks gegen die Wehrpflicht fällt aus dem Turnus. Nach dem 5. Dezember 2025 und dem 5. März 2026 nun also am 8. Mai. In der Erklärung der Organisationskonferenz wird explizit auf die Bedeutung dieses Datums verwiesen: Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des deutschen Faschismus und Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Der Tag der Befreiung verpflichte gerade dazu, gegen die Vorbereitung des nächsten von deutschem Boden ausgehenden Krieges zu protestieren.

    Im Bewusstsein dessen gehen am 8. Mai dieses Jahres bundesweit Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, gegen die Militarisierung der bundesrepublikanischen Gesellschaft, gegen Rekordprofite der Waffenschmieden, gegen die imperialistische Großmachtpolitik der BRD.

    Foto: Jan Woitas/dpa Bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht - Leipzig.jpg

    Antiimperialistisch und antimilitaristisch, wie die junge Welt ist, steht sie an der Seite der Streikenden. Man kann übrigens weiterhin den Sticker mit der Aufschrift »MRZ LCK 00« bestellen. Diese sind eng mit dem letzten Streik im März verbunden und eignen sich auch in diesem Fall wieder, um Unmut über die Pläne der Regierung zu bekunden.

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  • Genossen! Werdet Genossen!

    Die jW wird von einer Genossenschaft getragen. Jetzt Mitglied in der LPG eG werden!
    LPG junge Welt eG

    Stellen Sie sich vor, eine Tageszeitung gehört nicht irgendeinem Medienkonzern oder einer Verlegerdynastie, sondern ihren Leserinnen und Lesern. Nicht abstrakt, sondern ganz praktisch und mit dem ziemlich unaufgeregten Ziel, die einzig verbliebene linke Tageszeitung weiterhin herauszugeben. Denn die junge Welt wird gebraucht. Als Stimme gegen Sozialabbau, Militarismus und den menschenverachtenden Wahnsinn dieser Zeit.

    Die junge Welt erscheint im Verlag 8. Mai, gegründet 1995, und auf die GmbH folgte dann wenig später die Gründung der LPG junge Welt eG, ausgeschrieben die Linke Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft. Ein Name, der länger ist als manche Schlagzeile. Die neue Struktur war nach den Wirren der frühen 1990er Jahre notwendig geworden, nach dem Herunterwirtschaften der Zeitung durch einen windigen Investor und der Einsicht, dass das Projekt junge Welt nicht kapitalistischen Renditeerwartungen unterliegen darf, dass es eine gemeinschaftliche Anstrengung braucht, diese Stimme zu erhalten.

    Heute tragen über 3.000 Menschen diese Struktur mit. Nicht abstrakt, sondern sehr konkret: mit Geld, Zeit und Ideen. Über 3.000 Genossinnen und Genossen sorgen dafür, dass eine Redaktion arbeiten kann, ohne jeden Tag neu erklären zu müssen, warum sie existiert. Damit eine Infrastruktur nicht sofort zur Verhandlungsmasse wird, damit niemals wieder ein »Investor« mit Handwagen durch Büros zieht, um PCs und Fotoapparate einzusammeln und zu verbimmeln, damit an sechs Tagen der Woche die jW erscheint, digital und gedruckt, damit die Rosa-Luxemburg-Konferenz jedes Jahr ein Erfolg wird, dafür gibt es die Genossenschaft.

    Foto: Anna Jörke/jW 16.JPG
    Infostand und Café der Genossenschaft und der jungen Welt auf der Fiesta de Solidaridad in Berlin (29.7.2023)

    Mitmachen ist dabei weniger kompliziert, als es klingt. Ein Anteil kostet 500 Euro. Wer will, kann mehrere zeichnen (maximal 50). Die Realität ist selten ideal, weshalb das Ganze auch in Raten abbezahlt werden kann: ab 25 Euro im Monat. Egal, wie viele Anteile man besitzt, jede und jeder hat nur eine Stimme; kein Aktienlogikspiel, kein Gewicht nach Kapital. Ein Genosse, eine Stimme. Die nächste Generalversammlung findet am 27. Juni 2026 in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt statt. Beachten Sie dafür bitte die Einladung auf unserer Internetseite: www.jungewelt.de/unterstuetzen/genossenschaft.

    Das klingt technisch, ist aber im Kern ziemlich schlicht: Es geht darum, eine Zeitung gemeinsam zu tragen, ohne sie zu besitzen, und kritischen Journalismus und somit widerständige Stimmen zu ermöglichen. Die Berichterstattung ist die Rendite, vielleicht ein Bruch mit dem Gewohnten. Die junge Welt wird hier nicht als Ware verstanden, sondern als Notwendigkeit, die es sicherzustellen gilt.

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  • Die einzige ihrer Art

    In Deutschland gibt es mit der jungen Welt nur noch eine linke Tageszeitung am Kiosk
    Aktion und Kommunikation

    Zehntausende Exemplare der jungen Welt werden auf den Feiern zum 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiterklasse, in über hundert Städten im deutschsprachigen Raum verteilt. Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde der jungen Welt legen sich dieser Tage ins Zeug, die einzig verbliebene deutsche linke Tageszeitung in Druckform weiterzugeben.

    Und vielleicht haben auch Sie, hast auch du gerade eine der Verteilzeitungen in der Hand. Dann würden wir uns gerne einmal vorstellen!

    Die junge Welt erscheint seit 1947 und aktuell mit sechs Ausgaben pro Woche gedruckt – und nun auch schon seit Jahrzehnten digital. In der DDR noch Organ der Jugendorganisation FDJ, ist sie seit 1990 ein oppositionelles Blatt. Ein angebliches Schmuddelkind in der deutschen Presselandschaft: Eine täglich erscheinende Zeitung, die sich an die Seite der Lohnabhängigen stellt, internationale Solidarität praktiziert, Militarismus und imperialistische Kriege beim Namen nennt. Antifaschistisch, antikapitalistisch, unbequem.

    Während eine mediale Fraktion Aufrüstung als alternativlos verkauft und soziale Proteste als Störung behandelt, berichtet die junge Welt aus Gegenden, die auf der Landkarte der bürgerlichen Presse selten auftauchen. Sie greift Themen auf, die anderswo unter den Tisch fallen, zeigt Zusammenhänge auf, die andere verschweigen, kontextualisiert, ordnet ein, analysiert. Und das auch noch marxistisch orientiert. Denen, die sonst nicht gehört werden, gibt sie eine Stimme.

    Die Bedingungen auf dem Pressemarkt sind insgesamt härter geworden. Papier, Druck, Versand, Energie – alles wird teurer. Der Verfassungsschutz beobachtet die Zeitung, erschwert damit Kooperationen und Werbegeschäfte und will der jW den Nährboden entziehen, bekämpft sie somit offen. Trotz alledem erscheint die jW werktäglich. Weil Leserinnen und Leser sie tragen, weil Unterstützerinnen und Unterstützer sie bewerben, weil Genossinnen und Genossen ihr den Rücken freihalten.

    Foto: Nikolas Sisic/jW JW20200723Kiosk08nik.jpg

    Die junge Welt gehört keinem Konzern, keiner Partei. Über 3.000 Menschen sind Mitglied in der jW-Genossenschaft (LPG junge Welt eG), der der Verlag 8. Mai gehört, welcher wiederum die jW herausgibt. Über 3.000 Bekenntnisse zu linkem, unabhängigen Journalismus. Das bedeutet auch: keine Renditeerwartungen, keine staatlichen Zuschüsse mit Bedingungen, keine Rücksichten auf Werbeetats oder politische Stimmungen. Die jW finanziert sich hauptsächlich über Abonnements. Und auch hier ist Solidarität praktisch erlebbar. Niemand soll ausgeschlossen werden, weil das Geld knapp ist. Deshalb arbeitet die junge Welt mit einem dreistufigen Preismodell: Zum Normalabo kommt das Sozialabo, es ermöglicht auch Menschen mit weniger Geld die Lektüre, knapp kostendeckend kalkuliert, aufgefangen durch das Solidaritätsabo: Wer mehr zahlen kann, verhilft so denen, die weniger haben, zur Lektüre der jW. Es gibt weder Formulare noch Nachweise noch Kontrolle. Jede und jeder entscheidet selbst, was leistbar ist.

    Print oder online? Täglich oder nur am Wochenende? Die jW lässt sich flexibel lesen. Mit unterschiedlichsten Angeboten versuchen wir, unterschiedlichen Lesegewohnheiten gerecht zu werden. Der kostenlose Newsletter »links & bündig« bietet einen einfachen Einstieg: jeden Abend, nahezu pünktlich zur Tagesschau eine kuratierte Auswahl der wichtigsten Artikel des nächsten Tages, direkt ins Postfach. Überblick und Orientierung über die Themen und die Perspektive der jungen Welt.

    Wer die Zeitung kennenlernen will, kann sie zwei Wochen kostenlos testen. Das sind zwölf Ausgaben frei Haus, ohne Abofalle und ohne automatische Verlängerung. Das Probeabo endet automatisch. Doch es geht auch noch unverbindlicher. Von Montag bis Freitag am Kiosk, in der Bahnhofsbuchhandlung, der Trafik, dem Büdchen: Da gibt es die Zeitung natürlich auch. Mit dem Gutschein auf der Titelseite der heutigen Ausgabe bekommen Sie eine weitere junge Welt kostenlos im Pressefachhandel. Ein gedrucktes Exemplar ist auch ideal, um andere auf die junge Welt aufmerksam zu machen, diese Erfahrung weiterzureichen.

    Informationen dürfen kein Luxusgut sein. Unterschiedliche Perspektiven auch nicht. Die junge Welt dokumentiert soziale Kämpfe, analysiert Machtverhältnisse und liefert Argumente. In Zeiten, in denen kritischer Journalismus selten wird, ist das eine Notwendigkeit. Die jW steht an der Seite derer, die gegen »Zeitenwende«, Klassenkampf von oben, Militarisierung und soziale Zumutungen auf die Straße gehen, so auch heute, am Kampftag der Arbeiterklasse.

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  • 1. Mai: Helfer gesucht

    Letzte Chance: Verteilexemplare der jungen Welt bis 20. April bestellbar
    Aktionsbüro

    Mit dem 1. Mai verbinden Leute unterschiedliche Dinge. Die einen sind ab den frühesten Morgenstunden beim Aufbau der Gewerkschaftsdemo involviert, die anderen bereiten Material für die revolutionäre Demo vor, und manche gehen zum Maifest, um mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein Kaltgetränk zu genießen.

    Etliche Unterstützerinnen und Unterstützer der Tageszeitung junge Welt nutzen den Kampftag der Arbeiterklasse auch, um ihre Zeitung zu verteilen. Mit der Anlieferung der Ausgaben am 30. April beginnt die für die jW wichtigste Verteilaktion des Jahres.

    Die junge Welt, klar in ihrer Position an der Seite der lohnabhängig Beschäftigten, wird in Dutzenden Städten im deutschsprachigen Raum auf Maifesten, Demonstrationen oder Kundgebungen verteilt und auf unzähligen Infotischen ausliegen. Das Ziel ist klar: die jW und ihre Positionen einem breiteren Publikum bekannt machen. Die junge Welt trifft dabei auf ein ihren Standpunkten zugeneigtes Publikum – Menschen, die für soziale Gerechtigkeit, Internationalismus und Antimilitarismus auf die Straße gehen.

    Interessante Begegnungen sind unvermeidlich: der Rentner, der erzählt, dass er die jW bereits seit Friedenszeiten liest – und sich freut, Unterstützer seiner Zeitung kennenzulernen. Die junge Frau, die fragt, ob das wirklich die Zeitung ist, von der ihre Oma immer schwärmte. Der skeptische Gewerkschafter, der erst ablehnend winkt, dann aber doch einen Blick riskiert, blättert und plötzlich diskutiert. Zuspruch gibt’s viel auf Veranstaltungen zum 1. Mai, hin und wieder auch Kritik.

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    Nicht alle Maifeiern sind so voll wie die im Görlitzer Park in Berlin. Doch auch Verteilungen auf kleinen Festen helfen, jW bekannter zu machen

    Die Verteilaktionen sind mehr als nur ein Instrument, um die letzte verbliebene gedruckte linke Tageszeitung bei mehr Menschen bekannt zu machen und die Reichweite der jungen Welt dauerhaft zu erhöhen. Sie sind Begegnung, schaffen Gemeinschaftlichkeit in einer Zeit, in der linke Strukturen oft fragmentiert wirken. Wer gemeinsam Zeitungen stapelt, Transporte organisiert oder am Stand Kaffee kocht, baut Verbindungen jenseits von Chatgruppen und E-Mail-Verteilern auf. Das ist nicht romantisch übertrieben – es ist praktisch erprobt. Viele bestehende jW-Leserinitiativen haben so begonnen: mit einem Haufen Zeitungen, einer Handvoll Überzeugung und der Einsicht, dass man das allein nicht schafft.

    Die Relevanz dieser Aktionen für die junge Welt selbst lässt sich an Zahlen ablesen, aber besser an Resonanz. Neue Abonnenten, die nach dem 1. Mai anrufen. Mehr Besucher auf den Kanälen der jW im Internet. Rückmeldungen aus Gewerkschaften, die merken: Hier gibt es eine Stimme, die unsere Kämpfe ernst nimmt. Mehr Abonnementabschlüsse im Nachgang des 1. Mai, mehr Verkäufe an den Kiosken in den folgenden Wochen. Etwas davon bleibt hängen: Verkaufszuwächse, die das materielle Überleben der jW sichern. Ohne die ehrenamtliche Hilfe der Verteilenden, ohne die der Zeitung zugewandten Unterstützerinnen und Unterstützer wäre dieses Wachstum nicht möglich. Die Zeitung lebt von ihrer Verbreitung – und die Verbreitung lebt von den Menschen, die sie mittragen.

    Diese Chance gilt es zu nutzen. Daher möchten wir alle Leserinnen und Leser motivieren, noch bis zum 20. April um 12 Uhr kostenlose Tagesausgaben für den 1. Mai zu bestellen. Ab 50 Exemplaren ist das logistisch möglich. Und ob 50 oder 500 für die ganze Stadt – jede Bestellung zählt, jede Verteilaktion ist eine große Hilfe. Verteilexemplare lassen sich per E-Mail (aktionsbuero@jungewelt.de) oder telefonisch (030/53 63 55-10) bestellen.

    Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit, der Kampftag der Arbeiterklasse. Für uns ist er auch der Tag der Begegnung – und des Ermöglichens von Begegnungen. Mit alten Lesern, mit neuen Lesern, mit Gleichgesinnten. Packen wir die Zeitungen ein. Treffen wir uns auf der Straße. Und überzeugen wir davon, dass die Tageszeitung junge Welt nicht nur nötig ist – sondern auch vor Ort präsent. Auf der Seite des Protests.

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  • Durch Papier scrollen lernen

    Die junge Welt kennenlernen – doch wie gelingt ein guter Einstieg?
    Aktion und Kommunikation

    Die wenigsten verpflichten sich bei der ersten Begegnung: Für eine Zeitung ist das Probe­abonnement ein naheliegender Erstkontakt. Zwei Wochen lang wird die junge Welt kostenlos und unverbindlich nach Hause geliefert. Ohne Risiko, ohne Kündigungspflicht, unverbindlich – das Abo endet automatisch. Warum also dieses Angebot? Weil Lesen Zeit braucht und Gewohnheit. Niemand wird als Zeitungsleser geboren. Man beginnt aufmerksam, liest einzelne Artikel, überspringt anderes, kommt zurück. Schritt für Schritt entsteht so ein eigener Zugang. Genau dafür sind diese zwei Wochen gedacht: um sich zu orientieren, Themen zu entdecken und eine eigene Lesestrategie zu entwickeln. Und um die   —­junge Welt kennenzulernen, die letzte linke Tageszeitung, die noch täglich gedruckt erscheint. Eine einzigartige Zeitung: marxistisch orientiert, klar in ihren Positionen: an der Seite der Arbeit, der lohnabhängig Beschäftigten, antimilitaristisch, internationalistisch.

    Seit einigen Wochen finden vermehrt junge Menschen über unsere Social-Media-Angebote zu unseren Inhalten und wollen dann tatsächlich eine gedruckte Zeitung testen. Sie fällen diese Entscheidung bewusst. In Gesprächen kommen dann die Gründe zur Sprache: Bildschirmzeit reduzieren und die wohltuende Begrenzung von Themen und Textmenge werden dann genannt.

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    Politisches Bewusstsein gibt es in jedem Alter, Zeitungsleser auch

    Haben auch Sie Freunde, Verwandte oder Bekannte, deren politischer Aktivismus sich auf Social Media konzentriert, die aber im Grunde bildschirmmüde sind? Oder an Nachrichten Interessierte, die aufgeschlossen sind für Meldungen aus Sicht der Werktätigen? Das Probeabonnement ist mehr als ein kurzes Kennenlernen. Es ist ein Angebot, sich ein eigenes Bild zu machen – in Ruhe, ohne Verpflichtung. Und nicht selten wird aus diesem ersten Eindruck eine bewusste Entscheidung für ein dauerhaftes Abonnement.

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  • Kontra unerwünscht? Dann erst recht!

    Warum unabhängiger Journalismus wichtiger denn je ist – und wie Sie die junge Welt unterstützen können
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

    Kriege werden lange vorbereitet: Material muss beschafft, das Volk eingeschworen werden. Gegen den Feind im Ausland werden Hass und Verachtung geschürt, während das eigene Land als Paradies der Freiheit und anderer höchster Werte auf Erden gepriesen wird. In Deutschland wird die Wehrpflicht reaktiviert, wenn auch (noch!) ohne Zwang, was einige journalistische Kolleginnen und Kollegen begrüßen. In der Bevölkerung und besonders in der betroffenen Jugend regt sich Protest, und er findet seine eigenen Ausdrucksformen. Dazu sagt Ronen Steinke, Jurist und Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, im Interview mit der Gießener Allgemeinen (10.4.2026): »Genau dafür ist das Grundrecht auf Meinungsfreiheit geschaffen worden. Nicht dafür, dass man der Regierung Lob aussprechen darf, sondern dafür, dass man ihr Kontra gibt. Auch zugespitzt.«

    Doch was passiert, wenn ein Journalist der Regierung Kontra gibt? Beispielsweise Hüseyin Doğru? Er wird von der EU sanktioniert und hat hart damit zu kämpfen, die Existenz für sich und seine Familie zu sichern. Sogar das Konto seiner Frau wurde gesperrt. Die so hochgeschätzte Presse- und Meinungsfreiheit gilt dann wohl nicht für diejenigen mit der vermeintlich falschen Meinung.

    Auch die junge Welt hat Probleme mit dem Garanten der Pressefreiheit – ja, sogar mit der Behörde, die dieses in der Verfassung festgelegte Recht schützen soll: dem sogenannten Verfassungsschutz. Er diffamiert die junge Welt seit Jahren in seinen Berichten und versucht so, unsere Arbeit zu sabotieren. Potentielle Geschäftspartner lehnen eine Zusammenarbeit aus diesen Gründen ab.

    Einen Einfluss auf unsere Blattlinie hat das nicht. Wir bestimmen weiterhin, welche Berichte und welche Wortwahl wir aus journalistischer Sicht für richtig halten. Der Marxismus bietet uns dabei Orientierung. Das Resultat ist ein Produkt, das seit nunmehr 30 Jahren im Verlag 8. Mai erscheint und dessen Nachfrage sich trotz der vielen Steine, die uns in den Weg gelegt werden, steigern konnte.

    Das hat seinen Grund zum einen in der Qualität unserer Berichterstattung und unserer Analysen. Doch das ist nicht alles: Es ist ebenso unsere Leserschaft, die sich seit Jahrzehnten engagiert, die junge Welt weiterempfiehlt und unseren knapp budgetierten Werbekampagnen zum Erfolg verhilft.

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    Das Verwaltungsgericht (r.) entschied 2024 vorerst gegen die freie Presse (l.)

    An dieser Stelle möchten wir Sie noch einmal bitten, unsere aktuelle Probeabokampagne zu unterstützen. Sie ist eine der wichtigsten Aktionen, die wir im Laufe des Jahres durchführen. Mit dem zweiwöchigen kostenlosen Probeabonnement der gedruckten Tageszeitung können sich Interessierte mit dem Produkt vertraut machen, den Blattaufbau schätzen und die wiederkehrenden Formate lieben lernen.

    Empfehlen Sie die junge Welt also bitte weiter, machen Sie auf das zweiwöchige kostenlose Probeabonnement aufmerksam, und vergessen Sie dabei nicht zu erwähnen, dass das Probeabo automatisch endet und nicht abbestellt werden muss.

    Ein Argument, das immer schwerer wiegt und Interessierte überzeugen wird, ist, dass die junge Welt – nachdem sich inzwischen nicht nur die Taz, sondern auch das ND (ehemals Neues Deutschland) aus dem Printgeschäft zurückgezogen hat – weiterhin an sechs Tagen in der Woche gedruckt erscheint und damit die einzige verbliebene gedruckte linke Tageszeitung der BRD ist.

    Erinnert sei an dieser Stelle noch einmal an die Probeaboliste, die der Ausgabe vom 14. März beilag. Überlegen Sie zunächst, wen Sie konkret ansprechen können. Wer diese Liste mit mindestens einem angeworbenen Probeabonnenten an uns zurückschickt, nimmt an der Verlosung eines mit Grafiken von Lea Grundig bebilderten und vom Verlag 8. Mai herausgegebenen »Kommunistischen Manifests« teil. Wer die Liste vollständig ausgefüllt mit drei Probanden einsendet, erhält als Dankeschön ein Lea-Grundig-Postkartenset. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2026.

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  • Vorwärts und nicht vergessen

    Die internationale Solidarität als Kernelement der jungen Welt
    Aktion und Kommunikation

    Worin die Stärke der Werktätigen besteht, schrieb schon Bertolt Brecht und sang Ernst Busch 1929: in der Solidarität. Diesem Grundsatz ist die junge Welt verpflichtet. Doch während viele deutsche Linke groß darin sind, es bei Worten zu belassen, lässt das kubanische Volk diese praktisch werden.

    Auch um diesen historischen Taten den nötigen Respekt zu erweisen, haben die Tageszeitung junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus sich in diesem Jahr dafür entschieden, den Rosa-Luxemburg-Preis 2026 an die kubanische Ärztin und Internationalistin Aleida Guevara zu verleihen. Stellvertretend für das widerständige kubanische Volk nimmt sie den Preis am Sonnabend, dem 11. April, entgegen. Die Verleihung schließt an eine Kuba-Solidaritätskonferenz an, die unter anderem das Ziel verfolgt, die Öffentlichkeit auf die verheerenden Folgen der US-Blockade gegen Kuba aufmerksam zu machen. In einer Situation größter Bedrängnis durch eine brutale Blockade bildet das sozialistische Land medizinisches Personal aus, damit dieses in den vielen Ländern helfen kann, und es gibt Impfstoffe kostenlos ab. Im Gegensatz zu den USA, dem blockierenden Land, das so viel hätte, weil es so viel geraubt hat.

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    Durfte sonst in Berlin nicht berichten: UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt

    Internationale Solidarität ist nicht auf eine einzelne Veranstaltung beschränkt. Als auf dem Höhepunkt des israelischen Genozids in Palästina die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in Deutschland auftreten sollte und ihr kurzerhand sämtliche Räume entzogen wurden, sprang die junge Welt ein und ermöglichte trotz Belagerung durch die Polizei einen sicheren Ablauf ohne Einschränkung der Meinungsfreiheit. Denn der Angriff galt nicht allein ihrer Person, sondern vor allem der Position, dass sich Israel des Völkermordes und die BRD der Komplizenschaft schuldig mache. Diese Position sollte im Diskurs unterbunden werden.

    Das Prinzip der internationalen Solidarität ist also eines, das tätiger, praktischer Anwendung bedarf. Der Anspruch der jW ist, dass sie sich in jeder Tagesausgabe finden muss. Neben Arbeitskämpfen in Deutschland und der ganzen Welt finden Sie hier auch Berichte über die Auswirkungen, die das Handeln der imperialistischen Metropolen auf die Völker der ganzen Welt hat. Während ein überwältigender Teil der Medienlandschaft sich in sämtlichen Positionen ähnelt und den westlichen Imperialismus als positiv, »alternativlos« oder als Gipfel der Demokratie darstellt, hält die junge Welt dagegen. In diesem Sinne: Hoch die internationale Solidarität!

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  • Heraus zum 1. Mai!

    Jetzt kostenlose junge Welt bestellen
    Aktionsbüro

    Nach dem Ostermarsch ist vor dem 1. Mai! Der Kampftag der Arbeiterklasse steht vor der Tür, und gute Gründe, an diesem Tag auf die Straße zu gehen und präsent zu sein, häufen sich. Bestellen Sie bis zum 20. April kostenlose Tagesausgaben der jungen Welt zum Zeitungskiosk Ihres Vertrauens oder zu sich selbst nach Hause und verteilen Sie diese auf der örtlichen Demonstration oder beim Maifest. Fragen und Bestellungen werden von der junge Welt-Kommunikationsabteilung gerne angenommen unter aktionsbuero@jungewelt.de oder 030/53 63 55-10.

    Foto: Santiago Flores 2604-OstermarschDemo-SFlores-26-0586.jpg
    Ob beim Kampf gegen Wehrpflicht oder für Arbeiterrechte am 1. Mai: junge Welt darf auf keiner Demo fehlen
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  • ¡Cuba presente!

    Solidaritätskonferenz in Berlin als Auftakt für Veranstaltungen in anderen Städten
    Veranstaltungskollektiv

    Am 11. April 2026 verleihen die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus zum zweiten Mal den Rosa-Luxemburg-Preis. Die Verleihung findet im Rahmen einer Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba statt – im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Preisträgerin ist die kubanische Ärztin und Internationalistin Aleida Guevara. Ein berühmter Nachname: Sie ist Kinderärztin, Kommunistin und Tochter des argentinischen Arztes Ernesto »Che« Guevara, der für seinen Beitrag zur kubanischen Revolution bekannt ist. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich international für medizinische Hilfe und Gesundheitsprojekte, insbesondere in Ländern des globalen Südens, und steht damit exemplarisch für die solidarische Praxis der kubanischen Revolution. Kostenlose Bildung, ein herausragendes Gesundheitssystem und praktizierte internationale Solidarität zeichnen das sozialistische Land aus; gerade Staaten des Trikont profitieren von der Ausbildung ihrer Mediziner auf der Insel.

    Guevara erhält den Rosa-Luxemburg-Preis für ihr praktisches Wirken. Sie nimmt den Preis zugleich stellvertretend für das kubanische Volk entgegen, das seit sechs Jahrzehnten der US-Blockade widersteht, und zeigt, dass Sozialismus, allen Angriffen zum Trotz, Realität sein kann.
    Die aktuelle Lage Kubas ist dramatisch. Nach dem staatsterroristischen Angriff auf Venezuela, dem auch kubanische Genossen zum Opfer fielen, und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores scheint Kuba das nächste Ziel in der Region für den US-Imperialismus zu sein. Die völkerrechtswidrige Blockade der Insel ist Ursache einer humanitären Krise. Kuba braucht jetzt internationale Solidarität, unsere Solidarität.

    Mit dem Rosa-Luxemburg-Preis sollen Künstler, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker für ihr internationalistisches, klassenkämpferisches, antimilitaristisches Engagement ausgezeichnet werden. Erster Preisträger war im vergangenen Jahr der Schauspieler, Gewerkschafter und Kommunist Rolf Becker. Der Hamburger Schauspieler erhielt die Auszeichnung im April 2025 für sein jahrzehntelanges Engagement gegen Faschismus und Antisemitismus, für Frieden und internationale Solidarität. In den Jahrzehnten vor seinem Tod im Dezember 2026 hatte Becker an der Seite der Antifaschistin Esther Bejarano gewirkt, den in den USA inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle besucht und 1999 während des NATO-Angriffs mit einer Gewerkschaftsinitiative das bombardierte Jugoslawien bereist. Für Kuba hatte sich Becker stets engagiert – er trat auf Solidaritätsveranstaltungen auf und unterstützte die Forderung nach einem Ende der US-Blockade.

    Der Preisverleihung geht eine Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas voraus. Es sprechen Liz Oliva Fernández vom kubanisch-US-amerikanischen Medienkollektiv Belly of the Beast (Kuba) sowie die Journalistin Julieta Daza aus Venezuela und der spanische Journalist Ignacio Ramonet. jW-Chefredakteur Nick Brauns moderiert das Podiumsgespräch, dessen Motto Verpflichtung ist: »Verteidigen wir das Selbstbestimmungsrecht gerade jener Völker, die eine gerechte Welt und Sozialismus wollen!« Ein weiterer Teilnehmer ist der kubanische Journalist, Philosoph und Essayist Enrique Ubieta. Er gehört zu den bedeutenden Intellektuellen der Insel, war unter anderem Direktor des Zentrums für Martí-Studien sowie der Cinemateca de Cuba und leitete verschiedene kulturpolitische Zeitschriften.

    Die Veranstaltung ist nur ein Auftakt für weitere Termine im Rahmen der Solidaritätskampagne »Unblock Cuba«. Bereits am Sonntag, 12. April, um 17 Uhr spricht Ubieta in der Karl-Liebknecht-Schule (Am Stadtpark 68) in Leverkusen. Ergänzt wird Ubietas Vortrag zur aktuellen Situation auf Kuba um Grußworte von Mónica Rodríguez Sánchez von der Außenstelle der Botschaft der Republik Kuba in Bonn und Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP.

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    Ein Zeichen für die Versorgungskrise: Wasserlieferung per Fahrrad

    Im Frankfurter (Main) DGB-Haus (Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77) findet am Dienstag, 14. April 2026, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. Guevara und Ubieta sprechen zu Perspektiven des antiimperialistischen Kampfes. Organisiert wird die Veranstaltung von der Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba.

    Das Netzwerk Cuba e. V. und der Verdi-Arbeitskreis Frieden laden am gleichen Tag zu einem Gespräch mit Liz Oliva Fernández um 18 Uhr im Klub des Gewerkschaftshauses (Besenbinderstraße 62) nach Hamburg. Fernández spricht über die Folgen der Blockade – Thema auch ihrer preisgekrönten Dokumentarfilme.

    Der Abschluss der Veranstaltungsreihe ist eine Solidaritätskonferenz in Bern am Freitag, 17. April 2026, um 18.30 Uhr im Stellwerk (Parkterrasse 16) mit u. a. Guevara und Ubieta.

    Es reicht! Unblock Cuba!

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  • 1. Mai: jW verteilen!

    Die junge Welt beim Kampftag der Arbeiterklasse
    Aktionsbüro

    Die heutige Ausgabe steht ganz im Zeichen des Friedens, des artikulierten Widerstandes gegen die von der Politik ausgerufene »Kriegstüchtigkeit«. In Dutzenden Städten bundesweit ist die junge Welt auf den Ostermärschen präsent: als Verteilexemplar, an Ständen oder mit Aktionsmaterial.

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    Verteilaktion der jungen Welt bei der Gewerkschaftsdemonstration in Berlin am 1. Mai 2024

    In knapp vier Wochen steht der nächste wichtige Termin an. Der 1. Mai wird weltweit als Kampftag der Arbeiterklasse begangen. In Zeiten des Klassenkampfes von oben, explodierender Lebenshaltungskosten und der rassistischen Vereinzelung bedeutet das, sich den regierungshörigen Mainstreammedien mit einer oppositionellen Stimme entgegenzustellen. Die Tageszeitung junge Welt muss daher auch auf den Veranstaltungen zum 1. Mai vertreten sein. Auch dafür sind bereits Bestellungen aus Dutzenden Orten bundesweit eingegangen.

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  • Systemwechsel (zu) leicht gemacht

    Wie hältst du es mit dem Druck? Tageszeitung junge Welt zwei Wochen auf Papier testen
    Aktion und Kommunikation

    Es war kein Aprilscherz: Das ND (ehemals Neues Deutschland) erscheint seit Anfang des Monats nur noch einmal in der Woche gedruckt. Der Rest spielt sich in der App und im Web ab. Ein Schritt, wie ihn die Taz bereits im Oktober 2025 gegangen ist, nach Eigenangaben erfolgreich. Beide Medien haben eine Genossenschaft im Hintergrund, wie die junge Welt auch, worin sich die Gemeinsamkeiten dann aber schon fast erschöpfen.

    Denn wir halten an dem wichtigen Kulturgut der gedruckten Tageszeitung fest. Mit dem Verschwinden von gedruckten Tageszeitungen sinkt auch ihre Wahrnehmung nach außen und damit ihre Relevanz. Auf der anderen Seite wird die Aufmerksamkeit für die junge Welt gesteigert. Wenn es im Pressehandel eben nur noch eine linke überregionale Tageszeitung gibt, dann wird im Zweifel eben zu dieser gegriffen. An Print festzuhalten, heißt nicht, das Digitale zu vernachlässigen. Gerade arbeiten die Kollegen der Onlineabteilung an einem Relaunch der Internetseite.

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    Wir machen weiter Druck: Frisch hergestellte Exemplare der jungen Welt in der Union-Druckerei Berlin

    Wir können dem ND zu dem von ihm so bezeichneten »Systemwechsel« nur viel Erfolg wünschen, allein deswegen, damit gesellschaftskritische Medien nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Digitale Inhalte können aktueller sein. Ja, aber: Könnten systemkritische Medien jemals so aktuell und umfassend berichten, wie es die bürgerlichen mit sehr viel größeren Ressourcen tun? Auf dem Feld können wir uns nur in die Defensive begeben und drohen zu verlieren. Längere, weil analytische Texte lesen sich gedruckt besser. Sie lassen sich außerdem an Fremde leichter weitergeben, bei Demonstrationen beispielsweise.

    Wie sich eine linke Zeitung täglich auf Papier liest, können Sie also jetzt nur noch bei der jW nachvollziehen. Mit dem kostenlosen zweiwöchigen Probeabo können Sie das unverbindlich testen. Nach der Zeit endet die Belieferung garantiert automatisch, und Sie müssen die Zeitung nicht aktiv abbestellen. Überzeugen Sie sich selbst von aufklärerischen Nachrichten auf Papier.

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  • Gemeinsam für den Frieden

    jW zum Ostermarsch verteilen
    Aktion und Kommunikation

    Jetzt anpacken! Der Weg in Richtung Wehrpflicht für die Jugend ist geebnet, Kriegsgebiete weiten sich aus, und ganze Völker werden vom Zugang zu lebensnotwendigen Gütern abgeschottet. Regungen in der Medienlandschaft? Fehlanzeige. Vielmehr werden in sämtlichen Tageszeitungen Beiträge abgedruckt, die eher Pressemitteilungen der Bundesregierung nahekommen als einer unabhängigen Berichterstattung. Die Tageszeitung junge Welt hält dagegen. Wenn Schulleitungen in Leipzig Listen über politisch aktive Schüler führen oder Teilnehmer einer Demonstration wegen eines Pappschildes festgenommen werden, wenn 50.000 Schülerinnen und Schüler gegen Wehrpflicht demonstrieren: Die jW berichtet. Auch bei den Ostermärschen am kommenden Wochenende wird dies der Fall sein. Vor allem aber wird die junge Welt vor Ort sein, in Dutzenden Städten bundesweit. Und es können noch mehr werden: Bestellen Sie noch bis Montag Verteilexemplare der jungen Welt kostenlos für Ihren regionalen Ostermarsch am 4./6. April 2026.

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  • Richtig reinhängen!

    Wie wir gemeinsam auf der Seite der kubanischen Menschen und ihrer Revolution kämpfen
    Dietmar Koschmieder

    Druck bewegt: Auf der Buchmesse in Leipzig in der vergangenen Woche erreichten wir mit unserer gedruckten Zeitung wieder viele, die die junge Welt noch aus früheren Zeiten kennen (»Was, die gibt’s noch?«). Aber mehr als sonst interessierten sich junge Menschen für diese Zeitung. Sie suchen Infos, Hintergründe und Einschätzungen zu den Kriegen im Sudan und Gaza, in der Ukraine, Iran, Venezuela und Kuba. Sie wollen mehr über Asow und Trump, aber auch über Castro und Maduro wissen. Sie greifen bündelweise unseren Aufkleber »Merz leck Eier«, aber auch die junge Welt selbst ist begehrt: Über 7.000 Exemplare gehen in den vier Tagen von Hand zu Hand. Einer der Höhepunkte unseres Auftritts auf der Messe ist auch in diesem Jahr der traditionelle Cuba-­Libre-Empfang. Über 100 Messebesucher interessierten sich für die aktuelle Lage in Kuba: Wie gehen die Menschen mit der brutalen Aggression um, mit der die US-Administration Gewalt über die Insel gewinnen will? Wir konnten die aktuelle deutsche Ausgabe der Granma International anbieten – und beschreiben, wie sie unter harten Bedingungen entstanden ist. Dazu haben wir eine Mail der Granma-Kollegin Renate Fausten aus Havanna verlesen, die wir auch hier wiedergeben wollen:

    »Dass euer Auswärtiges Amt vor Reisen nach Kuba warnt, habe ich auch mitbekommen. Aber am Samstag saß ich praktisch neben dem deutschen Botschafter im Nationaltheater, der die Kultur genossen hat. Die einzigen Autos auf dem Parkplatz waren die von der Botschaft. Die anderen mussten alle zu Fuß gehen. Alle Kulturveranstaltungen fangen um 17 Uhr an, damit die Leute im Hellen nach Hause kommen. Wir haben nur noch drei Arbeitstage für das Layout von 16 + 8 Seiten deutscher Granma. Von den drei Tagen war einer Blackout. Wie wir das trotzdem geschafft haben, weiß ich nicht. Ich war auf jeden Fall mit meinen Nerven am Ende, vor allem, weil sie dann auch noch unbedingt am Freitag die Solaranlagen synchronisieren mussten und deshalb der Strom wieder dauernd weggeschaltet wurde. Normalerweise machen wir die PDF montags oder dienstags, jetzt mussten sie alle freitags korrigiert und autorisiert werden. Ich hoffe, es waren nicht so viele Fehler drin. Montag hatten wir schon wieder einen Blackout und keiner weiß bis jetzt, warum. Gestern, nach 25 Stunden, kam der Strom wieder. Ich habe dann nachts alle Granma-Artikel übersetzt bis 2 Uhr morgens. Jetzt ist der Strom wieder weg. Das Problem ist: Unsere Wassertanks sind leer, und es kommt kein Wasser in die Zisterne. Glücklicherweise habe ich eine gute Bekannte in der Nähe, die ein Haus verwaltet, das theoretisch viele Zimmer an Touristen vermietet. Die Eigentümer sitzen in Spanien. Nun gibt es zwar keine Touristen, aber viel Wasser. Tony war so lieb, uns dabei zu helfen, ca. 50 Liter Wasser in unser Appartamento hochzuschleppen. Ich beklage mich nicht, ich schildere nur die Lage. Wir haben keine Vorräte mehr im Tiefkühlfach, weil wir vor zwei Wochen alles wegwerfen mussten. Meine russische Freundin und Lehrerin hat gestern den ganzen Tag Hähnchen und anderes gekocht, damit nicht alles verdirbt. Heute habe ich günstig Kartoffeln bekommen. Was die Stimmung angeht, so ist in dem Bezirk, in dem ich wohne, alles so, als ob nichts wäre. Alles singt und klingt wie immer, sobald Strom da ist. Manchmal komme ich mir ein bisschen so vor wie auf der Titanic. Silvio Rodríguez hat auch schon nachgefragt, wann sie ihm die AK 47 aushändigen (was inzwischen geschah, jW). Ich hoffe, ihr seid gut erholt und könnt euch richtig reinhängen. Es müssen viel mehr Leute mobilisiert werden. In Griechenland, das war wirklich beeindruckend. Eine internationale Brigade wie im Spanischen Bürgerkrieg, zunächst mal symbolisch.«

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    Kuba zum Thema machen: Kundgebung gegen die Blockade (21.3.2026, Berlin)

    Ja, wir werden uns richtig reinhängen! Und viele Menschen mobilisieren, junge wie alte! Solidarität mit Kuba, das heißt jetzt erst recht: Abonniert die Granma International, Deutsche Ausgabe (24 Euro für 12 Ausgaben, bestellbar unter jungewelt.de/granma)! Kommt zur Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an die Kinderärztin Aleida Guevara und das widerständige Volk von Kuba am 11. April nach Berlin! Organisieren wir uns in der Kuba-Solibewegung! Besorgt und verbreitet Informationen, die die Lage des kubanischen Volkes, die Ursachen der Probleme und den Widerstand gegen den US-amerikanischen Aggressor wahrheitsgetreu beschreiben! Nutzt dazu intensiv die Tageszeitung junge Welt in gedruckter und digitaler Form! Zudem ist jetzt jede materielle Hilfe notwendiger denn je. Dabei geht es nicht nur um Solidarität mit den kubanischen Menschen und ihrer Revolution: Wir müssen dem Imperialismus im Niedergang Grenzen aufzeigen! Sie wollen China zerschlagen, es soll ihnen aber nicht einmal mit Kuba gelingen! Der Kampf hat erst angefangen. Und wir brauchen jetzt wirklich jeden!

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  • Prüf sie!

    Aktion und Kommunikation

    In Zeiten des Krieges wird die Tageszeitung junge Welt immer unverzichtbarer. Wer sich gegen die Angriffe der Regierung auf seine Rechte als Arbeiter wehren möchte, gegen die in Aussicht gestellte Pflicht zum Wehrdienst oder gar den Einsatz an der Front, muss sich informieren. Es ist ratsam, täglich 20 bis 30 Minuten die junge Welt zu studieren, um einen Überblick über die vielen Dinge zu behalten, die derzeit weltweit in Bewegung sind: Krieg gegen Iran, drohende Aggression gegen Kuba, Ukraine-Krieg, Angriffe auf den Sozialstaat, Hochrüstung der Bundeswehr usw.

    Wer noch kein Abonnement hat, kann die jW zwei Wochen lang kostenlos testen – völlig unverbindlich. Unsere Probeabonnements enden automatisch und müssen nicht abbestellt werden. Es ist wichtig, die Testphase auch ausgiebig zu nutzen, Lesegewohnheiten zu entwickeln und die Zeitung kennenzulernen. Wann lese ich die junge Welt? Morgens in der U-Bahn oder abends nach dem Essen? Was lese ich zuerst – den Kommentar auf Seite drei oder die Schwerpunktseite? Routinen zu entwickeln ist hier ungemein wichtig.

    Foto: jW 1100x526-Probeabo-Luegen.png

    Als Abonnentin oder Abonnent nehmen wir auch Sie in die Pflicht, neue Leserinnen und Leser anzuwerben. Wir brauchen neue Abonnements, um die junge Welt weiterhin gedruckt zu Ihnen nach Hause und an den Kiosk zu liefern. Die Angriffe, denen wir bereits jetzt seitens des Staates und anderer Marktteilnehmer ausgesetzt sind, werden zunehmen. Vergessen Sie nicht die Aboliste, die wir Ihnen vor zwei Wochen beigelegt haben. Bitte ziehen Sie los und werben Sie neue Leserinnen und Leser an!

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  • Einblicke in den Sozialismus

    Einladung zur Kuba-Solidaritätskonferenz und Verleihung des 2. Rosa-Luxemburg-Preises
    Veranstaltungskollektiv

    Verpassen Sie nicht diese Chance: Wenn im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz der Rosa-Luxemburg-Preis an die Kubanerin Aleida Guevara verliehen wird, ist es eine einmalige Gelegenheit, die Ärztin und Internationalistin live zu sehen. Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten Sie herzlich für den 11. April zur Preisverleihung einladen. Guevara wird von der Tageszeitung junge Welt und von Melodie & Rhythmus für ihr praktisches Wirken zur Verteidigung der Werte der kubanischen Revolution und stellvertretend für das widerständige kubanische Volk ausgezeichnet.

    Angesichts der dramatischen Lage auf Kuba infolge der Blockade und der verbrecherischen US-Politik veranstalten wir vor der Preisverleihung eine Solidaritätskonferenz. Neben Aleida Guevara erwarten wir aus Kuba die Journalisten Liz Oliva Fernández (Belly of the Beast) und Enrique Ubieta (Direktor der Zeitschrift Revolución y Cultura). Wenn Sie also Vertreter des Sozialismus hören und sehen wollen, ist dies ein weiterer Grund für Ihre Teilnahme. Mit Journalist Ignacio Ramonet aus Spanien, Fanny Michaela Reisin (Initiatorin und Mitgründerin des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«), Franco Cavalli (Vizevorsitzender der Solidaritätsorganisation Medicuba, Schweiz) und dem chilenischen Sänger und Künstler Nicolas Miquea erwarten Sie weitere spannende Gäste. Aus Venezuela meldet sich die Journalistin Julieta Daza mit einem Beitrag zu Wort.

    Foto: Arrush Chopra/NurPhoto/IMAGO imago200581869.jpg
    Baut selbst mit am Sozialismus auf Kuba: Preisträgerin Aleida Guevara

    Mit der Veranstaltung wollen wir außerdem ein starkes und kraftvolles Signal der Solidarität aussenden. Weitere Informationen zum Preis und zur Veranstaltung finden Sie im beiliegenden Flyer oder unter jungewelt.de/rosa-luxemburg-preis. Die Möglichkeiten, wie Sie an Ihr Ticket kommen, finden Sie dort ebenfalls.

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  • Einladung zum Kennenlernen

    Kostenloses Probeabo der jungen Welt – unverbindlich und ohne Abofalle
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

    Beginnen wir mit einem Auftrag: Prüfen Sie die folgende Eigendarstellung der Zeitung junge Welt und vergleichen Sie sie mit dem, was Sie tatsächlich vor sich haben. Achten Sie dabei besonders auf unser aktuelles Versprechen: Wir drucken, wie sie lügen. Zuvor sollten wir allerdings auch den ersten Punkt einbeziehen: dass ebenso gelogen wird wie gedruckt.

    Doch beginnen wir bei dem Materiellen. Die junge Welt ist eine Tageszeitung und erscheint sechsmal in der Woche von montags bis sonnabends. Damit ist sie ab April die letzte verbliebene gedruckte linke Tageszeitung in diesem Land. Die Taz und das ND (ehemals Neues Deutschland) wird es dann nur noch digital oder einmal in der Woche gedruckt geben. Gegründet wurde die jW 1947 in der Sowjetischen Besatzungszone, und sie war später das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Trotz einiger Brüche nach 1990 bleibt die inhaltliche Linie der Tradition verpflichtet und bewertet den Aufbau des Sozialismus in einem Teil Deutschlands nach eigenen Maßstäben und nicht aus Sicht der Sieger. Weitere Länder und Organisationen, die den sozialistischen Weg eingeschlagen haben, finden ebenfalls einen gebührenden Platz in der Berichterstattung.

    Ein weiteres Erbe ist die parteiliche Position auf seiten der Lohnabhängigen und der Jugend, um deren Probleme zu beleuchten und über deren Kämpfe zu berichten. Die Position ist eindeutig: für internationale Solidarität und sozialen Fortschritt sowie gegen Militarismus und imperialistische Kriege. Die junge Welt berichtet aus Gegenden, die auf der Landkarte der bürgerlichen Presse selten auftauchen. Sie analysiert Zusammenhänge, die andere lieber verschweigen. Sie gibt denen eine Stimme, die sonst kaum gehört werden. Das ist politischer Journalismus, der seine Haltung nicht versteckt.

    Unabhängig finanziert

    Diese Unabhängigkeit kommt nicht von ungefähr: Die junge Welt gehört nicht einem Konzern oder gar einer Partei. Statt dessen gehört sie ihren Leserinnen und Lesern. Konkret: Über 3.000 Menschen sind Mitglieder der Linken Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft (LPG junge Welt eG), die den Verlag 8. Mai besitzt, in dem die Zeitung erscheint. Die Eigentümerinnen und Eigentümer erwarten keine Gewinnausschüttung. Ihre Rendite ist ein aufklärerisches Medium. Investitionen übernimmt die Genossenschaft, das Tagesgeschäft jedoch finanziert sich fast ausschließlich über Abonnements.

    Auf diesem Weg bleibt die Finanzierung stabil. Das ist auch bitter nötig, denn die Bedingungen sind härter geworden. Papier, Druck, Versand, Energie – alles wird teurer. Dazu kommt ein Akteur, der sich zum Ziel gesetzt hat, der Publikation »den Nährboden zu entziehen«. Der Verfassungsschutz beobachtet die Zeitung und erschwert damit Kooperationen und Werbegeschäfte. Trotzdem erscheint die jW täglich. Weil ihre Leserinnen und Leser, weil Unterstützerinnen und Unterstützer sie bewerben, weil Genossinnen und Genossen ihr den Rücken freihalten.

    Foto: Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/imago imago815597278.jpg
    Wenn gegen Krieg demonstriert wird, ist auch die junge Welt dabei (Berlin-Wedding, 30.4.2025)

    Um mehr Menschen Abonnements zu ermöglichen, arbeitet die junge Welt mit einem dreistufigen Preismodell: Niemand soll ausgeschlossen werden, weil das Budget knapp ist. Das Sozialabo ist knapp kostendeckend kalkuliert und ermöglicht Menschen mit weniger Geld die Lektüre der letzten linken Tageszeitung. Aufgefangen wird das günstige Angebot durch das Soliabo. In der Mitte steht der Normalpreis zur Auswahl. Das Modell funktioniert ohne Nachweise und ohne Kontrolle. Jede und jeder entscheidet selbst, was leistbar ist. Die mit höherem Einkommen helfen denen mit geringerem – gelebte Solidarität.

    Bleibt die Frage nach Print oder online. Die gedruckte Zeitung soll noch lange erhältlich sein. Täglich oder nur am Wochenende? Die junge Welt lässt sich auf verschiedenen Wegen lesen. Unterschiedliche Lebenssituationen bedingen unterschiedliche Lesegewohnheiten. Die jW wird dem gerecht. Der kostenlose Newsletter »links & bündig« ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Lektüre. Jeden Abend versendet die Redaktion eine kuratierte Auswahl der wichtigsten Artikel des nächsten Tages direkt ins E-Mail-Postfach. Er bietet Überblick und Orientierung über die Themen der Ausgabe und die Perspektive der jW.

    Überzeugen Sie sich

    Doch wie sollen Sie das nun überprüfen? Die junge Welt können Sie zwei Wochen kostenlos testen. Nach zwölf Ausgaben haben Sie einen guten ersten Einblick. Sie laufen nicht in eine Abofalle, denn es gibt garantiert keine automatische Verlängerung. Das Probeabo ist ideal, um die Zeitung kennenzulernen oder um sie anderen näherzubringen.

    Mit dem Umstand, dass Leserinnen und Leser anderen ihre Zeitung weiterempfehlen, ist eine weitere Besonderheit angesprochen. Durch die Unterstützung durch eine loyale Leserschaft konnte sich die Zeitung durch eine schwierige Anfangsphase Ende der 1990er retten, und auch heute sind die Unterstützerinnen und Unterstützer unersetzlich. Die junge Welt ist eine Zeitung in Aktion. Viele haben ihr erstes Exemplar auf einer Messe, Demonstration oder Kundgebung erhalten. Damit das so bleiben kann, benötigen wir zahlende Abonnentinnen und Abonnenten.

    Testen Sie nun auf den vorangehenden Seiten unseren Anspruch, ihre Lügen zu drucken. Die Täuschung derjenigen, die weltweit die Interessen der Arbeitenden, der Jugend und der Rentnerinnen und Rentner hintergehen. Derjenigen, die Begründungen für Kriege und andere Verbrechen auf Lügengebäude bauen. Wir wünschen eine erkenntnisreiche Lektüre.

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  • Probieren kostet nichts

    Aber es bringt etwas: Probeabos einwerben und Lea-Grundig-Postkartenset gewinnen
    Aktion und Kommunikation

    Jahr für Jahr ist sie ein Erfolg: unsere Probeaboaktion. Hunderte, manchmal sogar Tausende – Junge wie Alte, Ost- wie Westdeutsche, Männer wie Frauen – lernen die Tageszeitung junge Welt auf diesem Weg kennen, indem sie ein kostenloses zweiwöchiges Probeabonnement bestellen. Man mag es manchmal gar nicht glauben, wer sich alles für die junge Welt interessiert: selbst konservative Anwälte oder bayerische Polizeibeamte sprechen ihr einen Nutzwert zu, da man hier Sachen erfährt, die andere systematisch auslassen.

    Selbstverständlich ist es nicht, dass jedes Jahr so viele unsere Zeitung ausprobieren. Das Misstrauen gegenüber Medien ist groß – berichten doch die meisten ohnehin alle gleich (schlecht). Ebenso schrecken viele zurück, wenn ihnen der Begriff »Abo« begegnet: Die Abofalle wird einem an allen Ecken und Enden gestellt, viele sind schon einmal hineingetappt. Unser Probeabo endet automatisch und wandelt sich nicht unerwartet in ein kostenpflichtiges um. Ehrenwort!

    Dass unsere Aktionen schon oft erfolgreich waren, hat einen Grund: Jedes Jahr unterstützen uns unsere Leserinnen und Leser dabei, die junge Welt bekannt zu machen und Probeabonnements einzuwerben. Die persönliche Empfehlung stiftet Vertrauen, das durch andere Akteure auf dem Pressemarkt zerstört wurde.

    Bei denjenigen Leserinnen und Lesern, die drei (oder gerne auch mehr) Probeabonnentinnen und -abonnenten anwerben, möchten wir uns in diesem Jahr mit einem Postkartenset mit Bildern von Lea Grundig bedanken. Daher haben wir dieser Ausgabe der jW eine Probeaboliste beigelegt, in die sich drei Ihrer Bekannten, Freunde oder Kollegen eintragen können. Schicken Sie die Liste an uns zurück, und wir schicken Ihnen das Postkartenset sowie den drei Probelesern die Zeitung.

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    An diesem Sonnabend startet unsere Probeabokampagne

    Sollten Sie die Liste nicht vollständig ausfüllen können und nur einen oder zwei Probeleser gewinnen, ist das ebenso großartig. Schicken Sie uns die Liste unbedingt auch dann zurück.
    Unter allen, die eine Liste mit mindestens einem Probeleser einsenden, verlosen wir dreimal das »Kommunistische Manifest«, herausgegeben vom Verlag 8. Mai, ebenfalls bebildert mit Grafiken von Lea Grundig.

    Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen und/oder ein Postkartenset bekommen möchten, vergessen Sie nicht, Ihren Namen auf der anderen Seite anzugeben, und senden Sie uns den Beileger bis spätestens 15. Mai 2026 zurück. Bitte tragen Sie nur Namen von Personen in die Liste ein, die Ihnen ihr Einverständnis gegeben haben!

    Wir werden uns währenddessen natürlich nicht auf die faule Haut legen. Vom 19. bis zum 22. März sind wir auf der Buchmesse in Leipzig präsent. Dort stellen wir die Neuerscheinungen unseres Verlages vor, machen auf die dramatische Lage Kubas aufmerksam und werben natürlich auch selbst um Probeabonnements.

    Außerdem werden wir uns in Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig und Köln im Stadtbild sowie in diversen Stadtmagazinen und im Internet mit Anzeigen präsentieren. In Berlin planen wir Straßenverteilaktionen, insbesondere zum Ostermarsch, in zahlreichen Städten unterstützen uns Leserinnen und Leser dabei.

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  • Nieder mit der imperialistischen Aggression!

    Märzausgabe der Granma Internacional ist ab dem 19. März erhältlich
    Verlag 8. Mai

    Am 3. Januar, dem Tag der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores, sandte Kuba ein Signal. »Nieder mit dem Imperialismus!« ließ es Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel dreimal über den Malecón, die Uferpromenade in Havanna, schallen. Die etwa 500.000 anwesenden Kubaner reagierten mit »Ich bin Fidel!«-Rufen. Ein Bekenntnis zur Verteidigung und Kontinuität der Kubanischen Revolution im 100. Jahr des Comandante en Jefe.

    Kuba, ein Land, das sich trotz aller Erdrosselungsversuche seitens der USA wacker gegen den Imperialismus stemmt, bleibt auch in schwierigsten Umständen der internationalen Solidarität verpflichtet: Venezuela, Palästina und medizinische Missionen auf der ganzen Welt sind nur einige Beispiele.

    Foto: jW illu 16 granma.png
    Direkt aus Havanna: Granma Internacional

    Gegenwärtig benötigt die sozialistische Karibikinsel Solidarität aus dem Ausland. Über die aktuelle Situation vor Ort kann man sich dabei am besten in der neuesten Ausgabe der monatlich erscheinenden Granma Internacional mit Beiträgen direkt aus der Feder kubanischer Journalisten informieren. Erhältlich ist diese im Jahresabo ab 24 Euro über jungewelt.de/granma oder telefonisch unter 030/53 63 55-82. Die Aggression durch die Blockade und durch einen gescheiterten Versuch mit einem bewaffneten Schnellboot aus den USA sind Themen in der März­ausgabe. Den Schwerpunkt bilden dabei jedoch Berichte über die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Doch auch die Gegenwehr sowie die Solidarität anderer Völker, besonders aus Asien, Afrika und Lateinamerika, spielen eine Rolle. Wie gewohnt wird mit einem kubanischen Blick über die aktuelle Weltlage und die Karibik berichtet.

    Neben den Informationen in der Granma bietet der Verlag 8. Mai in Kooperation mit vielen weiteren Organisationen auch ganz praktische Möglichkeiten der Solidarität. Sie sollen in einer Kuba-Konferenz im Kino Babylon in Berlin ausgelotet werden. Am 11. April wird sie unter dem Motto »Es reicht! Unblock Cuba!« stattfinden. Drei Vorträge aus Kuba, Venezuela und Spanien zu Beginn schaffen die Grundlage für die anschließende Diskussion. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker, insbesondere Kubas, jedoch auch Venezuelas und Palästinas, wird Gegenstand sein. Dem Sozialismus als Ziel, wie er in Kuba aufgebaut wird, kommt dabei eine besondere Rolle zu, die im Gespräch gewürdigt werden soll. Vor Ort sein wird außerdem Aleida Guevara, Ärztin, Internationalistin und Tochter von Che Guevara, die im Anschluss stellvertretend für das widerständige kubanische Volk den Rosa-Luxemburg-Preis 2026 entgegennehmen wird. Wir sind uns sicher, dass von dieser Veranstaltung ein starkes Signal der Solidarität mit der sozialistischen Inselrepublik ausgehen wird – selbstverständlich auch in Anwesenheit der Granma Internacional. Und gemeinsam wird auch dort, mit dem kubanischen Volk als Vorbild, gerufen werden: »Nieder mit dem Imperialismus!«

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  • Selbst ein Ei gelegt

    Wie wir das Reiten der Eierwelle lernen mussten
    Aktionsbüro

    Am Anfang war’s keine große Sache: Bereits zum zweiten Mal gingen Schülerinnen und Schüler am 5. März auf die Straße, um gegen das Wehrdienstgesetz und die zu erwartende Wehrpflicht zu demonstrieren. Am Rande zeigte die Polizei einen Protestierenden an und nahm ihn kurzzeitig in Gewahrsam (wie es im Amtsdeutsch so schön heißt), weil sie eine Beleidigung ausgemacht hatte. Die Tageszeitung junge Welt war vor Ort und machte den skurrilen Fall öffentlich. Weitere Medien berichteten und zeigten im Tenor wenig Verständnis für das Einschreiten der Polizei. Aber auch EU-Parlamentarier Martin Sonneborn (Die PARTEI) griff den Vorfall auf seine ganz eigene Weise auf.

    Am Wochenende darauf reagierten einige Jugendverbände, um die Folgen der Repression einzuschränken. Der Fall wurde von der Onlineabteilung der jW künstlerisch-humoristisch eingeordnet. Ein »Meme« entstand, wie man heutzutage sagt. Hier jedoch geht der Eierlauf erst los: Der Post ging viral, fand also massenhafte Verbreitung. Dem Wunsch, einen Aufkleber daraus zu machen, kamen wir nach und ließen eine übliche Menge produzieren. In weniger als zwölf Stunden verzeichneten wir über hundert Nachfragen: ausverkauft! Eine zweite und dritte Auflage mussten wir ordern, wir hatten bereits mehrere tausend bestellte Sticker registriert. Eine ungeplante und außergewöhnliche Situation, die die Kolleginnen und Kollegen im Verlag bewältigen müssen. Nach dem ersten Schreck geht nun alles seinen Gang, Lieferungen könnten allerdings etwas länger dauern.

    Foto: Julius Schreiner/jW julius.jpg
    Memetische Verarbeitung einer polizeilichen Maßnahme

    So schön die Aufmerksamkeit für die Sticker und die Solidarität gegen Repression ist, eine Sache droht in den Hintergrund zu rücken. Die Eierfrage steht im Raum: Was war zuerst da? Das Protestschild oder das mediale Interesse am Schulstreik? Die Wut auf den baldigen Zwangsdienst (samt berüchtigtem »Hodengriff« bei der Musterung) in der imperialistischen Armee war es ohne Frage. Der Widerstand gegen die Militarisierung der Gesellschaft und die Verweigerung des Einsatzes in kommenden Kriegen sollen Aufwind bekommen. Wenn die Aufmerksamkeit für einen Spruch und das Interesse, die Wehrpflicht zu verhindern, eine Einheit bilden, ist das für alle Beteiligten ein Gewinn. Hoffen wir also für diese, dass es sich nicht um eine Eintagsfliege handelt.

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