Aus: Ausgabe vom 21.03.2016, Seite 8 / Abgeschrieben

WBDJ: Imperialistische Pläne Ankaras verhindern

Der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) mit Sitz in Budapest veröffentlichte am Sonnabend eine Erklärung zu den Anschlägen in der Türkei:

Der Weltbund der Demokratischen Jugend verurteilt den erneuten mörderischen Anschlag, der sich im Stadtzentrum von Istanbul ereignet hat. Das Attentat verursachte den Tod von fünf Menschen und verletzte Dutzende. Dies ist der zweite Anschlag, der innerhalb weniger Tage in der Türkei stattgefunden hat. Der letzte wurde vor sechs Tagen in Ankara verübt und verursachte den Tod von 37 Menschen. Das imperialistische Handeln der von der AKP-Regierung geführten Türkei bringt das Land derzeit in eine chaotische Situation, die das Volk täglich in Angst versetzt. Der Weltbund der Demokratischen Jugend hat vielfach klargestellt, dass die Wurzel des Problems in den imperialistischen Plänen und Handlungen zu finden ist. Das Handeln der Türkei im Mittleren Osten hat damit zu tun, die imperialistischen Pläne und Profite voranzutreiben, während sie zugleich die Unterstützung der NATO und der EU genießt. Die Türkei wird sich im Namen des »Kriegs gegen den Terrorismus« erneut nicht die Gelegenheit entgehen lassen, den Anschlag auszunutzen, um ihre Aggressivität in der Region zu verschärfen. Aber wie wir bereits in einer vorherigen Erklärung gesagt haben, werden Freundschaft und Solidarität zwischen den Völkern den Terrorismus besiegen, und die Niederlage des Imperialismus wird Frieden bringen. Abschließend möchte der WBDJ seine Solidarität mit dem Volk der Türkei und sein ehrliches Mitgefühl und seine Unterstützung für die Familien der Todesopfer von Istanbul und Ankara ausdrücken. Übersetzung: Red Globe

In einer gemeinsamen Pressemitteilung riefen am Freitag der Internationale Versöhnungsbund, Regionalgruppe Cochem-Zell, und die Kampagne »Krieg beginnt hier« (c/o AG Frieden Trier) zur Teilnahme am Ostermarsch in Büchel gegen neue Atombomben auf:

»Stopp der atomaren Aufrüstung in Deutschland und weltweit!« – so das Motto des diesjährigen Ostermarsches in Büchel. Die Friedensdemonstration startet am Ostermontag, den 28.3.2016, um 14 Uhr im Gewerbegebiet Büchel. Um 15 Uhr wird es eine Kundgebung vorm Fliegerhorst mit Andreas Zumach geben. Die Aufrüstung der US-Atombomben zu flexiblen und einsatzfähigeren Atomwaffen, deren Einsatz von Bundeswehrsoldaten in Büchel geübt wird, steht im Fokus des Ostermarsches, der auch Auftakt der überregionalen Kampagne »Krieg beginnt hier« ist. »Deutschland hat im Dezember 2015 auf einer Generalversammlung der Vereinten Nationen gegen ein Atomwaffenverbot gestimmt. Zuvor hatte die Bundesregierung auf dem NATO-Gipfel 2012 in Chicago einen Austausch der ›alten‹ Atombomben in Büchel gegen die neuen einsatzfähigeren B61-12-Bomben zugesagt. Und das, obwohl der Bundestag im März 2010 mit großer Mehrheit beschlossen hatte, dass Deutschland sich für den Abzug der US-Atombomben einsetzen solle«, kritisiert Elke Koller vom Internationalen Versöhnungsbund die Bundesregierung. »Immer neue und gefährlichere Bundeswehreinsätze und der geplante Ankauf bewaffneter Drohnen zeigen, dass Deutschland aktiv an der Spirale militärischer und terrorisierender Gewalt beteiligt ist. Wir sagen nein! Als Teil der Kampagne ›Krieg beginnt hier!‹ fordern wir den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland!« so Markus Pflüger von der AG Frieden, die die Proteste für eine atomwaffenfreie Welt unterstützt.

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