Aus: Ausgabe vom 09.03.2016, Seite 8 / Abgeschrieben

Aufruf zur Mahnwache in Den Haag am zehnten Todestag von Slobodan Milosevic· Aufruf zu Mahnwache in Bremen zum fünften Jahrestag von Fukushima-Reaktorkatastrophe

Das Internationale Komitee »Slobodan Milosevic« (ICSM) für nationale Souveränität und soziale Gerechtigkeit ruft zu einer Protestaktion in Den Haag am 11. März, dem zehnten Todestag Milosevics, auf:

Aufruf an alle Friedensfreunde und NATO-Gegner!

Am Freitag, den 11. März 2016, jährt sich der Todestag des früheren serbischen und jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic zum zehnten Mal. Im März 2006 wurde Milosevic Opfer der NATO-Siegerjustiz in Gestalt des völkerrechtswidrigen Haager Tribunals für das ehemalige Jugoslawien. Slobodan Milosevic entlarvte vor dem Tribunal die Lügen der Anklage und deckte die wahren Motive der NATO-Kriegstreiber auf. Nach unzähligen Schikanen wurde er schließlich vom Tribunal durch unzureichende medizinische Versorgung fahrlässig zu Tode gebracht und damit für immer mundtot gemacht. Hieran wollen wir vor Ort erinnern.

Zugleich soll an alle anderen Opfer dieser Haager Unrechtsjustiz erinnert werden, die in der Haft verstorben sind, verstreut über Europa in Gefängnissen einsitzen oder gegen die Verfahren anhängig sind. Der ehemalige Präsident der Srpska Krajina, Milan Martic, droht wegen ungenügender medizinischen Versorgung in Estland an Diabetes zu sterben. Vor wenigen Wochen ist mit dem bosnisch-serbischen General Zdravko Tolimir ein weiterer schwer erkrankter Gefangener in Den Haag zu Tode gekommen. Die Urteilsverkündung im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, hat das Haager Tribunal ebenso geschichtsträchtig wie zynisch auf den 24. März 2016 angesetzt, den Jahrestag des NATO-Angriffs auf Jugoslawien. Die zu erwartende lebenslängliche Haftstrafe für Dr. Karadzic soll die von den NATO-Staaten monströs betriebene Dämonisierung der Serben ein weiteres Mal scheinbar belegen. (…) Wir verlangen, dass das zwar durch einen – gegen die UN-Charta verstoßenden – Beschluss des UN-Sicherheitsrats gegründete, tatsächlich aber vor allem als williger NATO-Helfer fungierende Tribunal seine Tätigkeit umgehend einstellt. (...)

Mahnwache am Freitag, den 11. März, in Den Haag am Tribunalsgebäude an der Rooseveltplantsoen von 12 Uhr bis 16 Uhr. Infos zu Mitfahrgelegenheiten: hajo.kahlke@gmx.de

Das Bremer Friedensforum ruft für Donnerstag zu einer Mahnwache anlässlich des fünften Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf:

Unter dem Motto »Atomkraftwerke und Atomwaffen abschaffen!« findet die einstündige Aktion am Donnerstag, den 10. März, in der Zeit von 17 bis 18 Uhr an der Domsheide vor dem Konzerthaus »Glocke« statt. Redebeiträge halten Christoph Haun (Arzt), Volkert Ohm (Jurist), Bernhard Stoevesandt (Physiker) und Wolfram Thiemann (Professor für Physikalische Chemie).

Fünf Jahre nach dem Super-GAU in Japan hausen noch immer rund 100.000 Menschen in Notunterkünften, weil ihre Heimat verstrahlt und unbewohnbar ist. 30 Jahre nach Tschernobyl ist immer noch ein riesiges Areal in der Ukraine gesperrt, weil es für menschliches Leben ungeeignet ist. Hunderttausende haben als Folge der Katastrophe ihr Leben verloren. Gut 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen der USA auf die Städte Hiroshima und Nagasaki, die mehr als 200.000 Menschen sofort umbrachten und die Gesundheit von Hunderttausenden bis auf den heutigen Tag zerstörten, bedrohen Atomwaffen weiterhin die Zukunft der Menschheit. Die Verantwortlichen scheinen wenig oder nichts gelernt zu haben. (...)

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