09.09.2009
Absturz in Rumänien
Restriktive Etatpolitik, verschuldete Konsumenten und wachsende Erwerbslosigkeit: Die Krise hat das ehemals boomende Balkanland fest im Griff
Von Tomasz Konicz
Noch vor zwei Jahren wurde Rumänien als der neoliberale
Musterknabe Osteuropas und als der Tigerstaat des Balkans bejubelt.
Niedrigste Unternehmenssteuern gepaart mit Hungerlöhnen und
einer umfassenden Privatisierungskampagne ließen die
ausländischen Investitionen in dem Land von knapp zwei
Milliarden 2003 auf nahezu zwölf Milliarden US-Dollar 2006
ansteigen. Heute sieht das anders aus. Nachdem die
Direktinvestitionen im ersten Halbjahr 2009 um 42,9 Prozent auf
umge...
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