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Mehr Tritium in der Asse

Hamburg. Im maroden Atommülllager Asse steckt möglicherweise deutlich mehr radioaktiver Abfall als bisher angenommen. Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag in Hamburg unter Berufung auf eigene Recherchen mitteilte, übersteigt die Menge des eingelagerten Tritiums die Angaben des früheren Betreibers um das 4,5fache. Die Einlagerungsunterlagen des Helmholtz Zentrums dokumentieren danach eine durch Tritium hervorgerufenen Strahlendosis von lediglich 4380 Gigabecquerel zum 1.1.1980. Dagegen berechnete Greenpeace auf Grundlage regelmäßiger Tritium-Messungen in der Abluft der Asse eine eingelagerte Menge, die eine Dosis von 20000 Gigabecquerel oder mehr verursache. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2009, Seite 4, Inland

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