03.12.2002
Auf der Baring-Barrikade
Zwanghaft und irgendwie süß: Immer wieder im Spätherbst treibt es die Deutschen zur Revolution
Von Wiglaf Droste
Gewaltiger Wind tost über Deutschland im dunkelkalten, nassen Spätherbst 2002, jault und pfeift, zerrt an Fenstern und Türen und rüttelt – endlich! – die verpooften Landsleute wach. Revolution, ha! – und diesmal nicht ausgerufen von schwäbischen Splitterbrötchen zum 1. Mai in Berlin, sondern von Leuten, die voll die Kenne haben, weil sie nichts so hassen wie Umsturz und Revolte: von Redakteuren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der »Zeitung für Deutschland«. Sie ...
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