-
01.07.2015
- → Ausland
Israel schiebt Teilnehmer der Gaza-Hilfsflotte ab
Aschdod. Israel hat am Dienstag den tunesischen Expräsidenten Moncef Marzouki und die spanische Europapolitikerin Ana Miranda Paz abgeschoben, die sich an der Gaza-Hilfsflotte beteiligt hatten. Auch 14 weitere ausländische Teilnehmer sollen kurzfristig ausgewiesen werden. Die israelische Marine hatte die »Freiheits-Flottilla III« am Montag kurz vor Erreichen der Gewässer des Gazastreifens gestoppt und das schwedische Schiff »Marianne von Göteborg« nach Israel gebracht; die übrigen Schiffe der Hilfsflotte drehten wieder ab. Der arabisch-israelische Parlamentsabgeordnete Bassel Ghattas wurde in Aschdod nach einem Polizeiverhör freigelassen. Ghattas bezeichnete das Vorgehen der Kriegsmarine gegen das schwedische Schiff als illegal. Letztlich sei das Hauptziel der Freiheitsflottille erreicht worden, die lokale und internationale Aufmerksamkeit auf die humanitäre Krise im Gazastreifen zu lenken, so Ghattas. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!