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06.11.2018: Die Seminare des ZK der SED mit den Generaldirektoren in Leipzig

Regelmäßig fanden im Zusammenhang mit den Frühjahrs- und Herbstmessen in Leipzig Seminare des ZK mit den Generaldirektoren der Kombinate und anderen verantwortlichen staatlichen Leitern und Wirtschaftsfunktionären statt. Sie wurden vom Sekretär für Wirtschaft Günter Mittag geleitet und dienten offiziell der Information der Teilnehmenden über die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der Parteiführung sowie dem Erfahrungsaustausch unter den Anwesenden. Die Chancen für einen offenen Meinungsaustausch wurden jedoch nicht genutzt. Anweisungen von oben, Druck, zusätzliche Planaufgaben zu übernehmen und scharfe Kritik an Generaldirektoren, die Planrückstände zuließen, dominierten und waren für das Auftreten von Günter Mittag bestimmend. Sein Vorgehen hat die Chancen für eine echte Diskussion der Wirtschaftsprobleme und möglicher Wege ihrer Lösung in einem Kreis der erfahrensten Wirtschaftskapitäne zerstört. In der Veranstaltung werden zwei GeneraldirektorInnen über ihre Erfahrungen und Sichten auf die Leipziger Seminare berichten. Dabei stehen die Wirkungen dieser Seminare im Vordergrund. Ergänzend hierzu soll eine wirtschaftshistorische Rückschau des Strebens nach perfekter Wirtschaftsorganisation unter starren politischen Vorgaben vorgenommen werden. Welche Lehren lassen sich daraus ziehen? ReferentInnen: Dr. Christa Bertag, Diplomchemikerin, ab 1985 Generaldirektorin des VEB Kosmetik-Kombinat-Berlin Prof. Dr. Karl Döring, Ökonom, Techniker Eisenhüttenkunde, ab 1985 Generaldirektor des VEB Bandstahlkombinat Hermann Matern Prof. Dr. Jörg Roesler, Wirtschaftshistoriker Moderation: Prof. Dr. Klaus Steinitz, Ökonom

Veranstaltet durch: Helle Panke

18:00 Uhr

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2584