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23.06.2018: Zerstörung der Arbeiterkultur. Die "Köpenicker Blutwoche" im Juni 1933

Einen Höhepunkt des frühen NS-Terrors in Berlin stellte die "Köpenicker Blutwoche" Ende Juni 1933 dar. SA-Männer verschleppten hunderte Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, aber auch Juden und Jüdinnen in die Sturmlokale und ins ehemalige Amtsgerichtsgefängnis, wo sie schwer misshandelt wurden. Mindestens 23 Menschen starben. Die Gewalt fand nicht anonym im geschlossenen Raum statt, sondern unter den Augen der Öffentlichkeit. Die Nationalsozialisten drangen in Arbeitersiedlungen ein, durchsuchten Arbeitersportvereine und lösten die Zeltstädte auf. Damit zerstörten sie nachhaltig die Arbeiterkultur im Südosten der Reichshauptstadt. 85 Jahre nach den Ereignissen erzählt der Rundgang die Geschichte(n) der Opfer und ihrer Familien und bringt uns zu ihren ehemaligen Wohnorten im Elsengrund, aber auch an die Orte der Taten und Täter. Referent: Yves Müller (Historiker, Hamburg) Im Anschluss an unsere Tour besuchen wir die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche und nehmen dort an einer Führung teil. Die Tour wird organisiert von Helle Panke e.V., den NaturFreunden Berlin und der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche.

Veranstaltet durch: Helle Panke

14:00 Uhr

S-Bahnhof Köpenick
S-Bahnhof Köpenick
12555 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2473