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20.03.2018: Rückblick auf ein engagiertes Leben

Einem konservativ-patriarchalen Elternhaus entstammend, fand Gabriele Gast durch ihr Politikstudium und ihre Dissertation über die DDR den Weg zur sozialistischen Weltanschauung. 1968 von der HVA zur Mitarbeit angeworben, führte die Zielvorgabe von Markus Wolf, im BND tätig zu werden, 1973 zum Erfolg. In Pullach arbeitete Gast in der politischen Auswertung, zumeist im Bereich Sowjetunion und einige Jahre im Gesamtlagereferat. Die Informationen, die ihr dabei zur Kenntnis gelangten, übermittelte sie auf konspirativen Wegen nach Ost-Berlin. Regelmäßig traf sie ihre Führungsleute der HVA und wiederholt auch Markus Wolf persönlich im (ost)europäischen Ausland. Drei Tage vor der Vereinigung von BRD und DDR wurde sie von einem leitenden Mitarbeiter der HVA an die Bundesbehörden verraten und nach 15 Monaten Isolationshaft zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 9 Monaten verurteilt. In ihrem Vortrag berichtet Gast über ihr - keineswegs schizophrenes - Leben und Wirken in einem Graubereich der Ost-West-Konfrontation: Der Friedenssicherung durch nachrichtendienstliche Aufklärung, damit aus dem Kalten Krieg kein heißer wurde. Referentin: Dr. Gabriele Gast Moderation: Elfriede Juch

Veranstaltet durch: Helle Panke

10:00 Uhr

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2390