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26.04.2018: Plädoyer für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel.

Bis heute gibt es ganz im Sinne des "Kalten Krieges" zwei diametral entgegengesetzte Meinungen über Ursachen und Folgen des Koreakrieges. Das seit 1948 in Nord und Süd gespaltene Land wurde 1950 mit Krieg überzogen, der mit dem Waffenstillstand vom 27.7.1953 endete. Friede war dennoch nicht garantiert. Die Zeiten überspannend stellt unsere Referentin das Buch des US-Historikers Bruce Cumings' "Koreas Platz an der Sonne" in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen zur Analyse des heutigen Geschehens auf der koreanischen Halbinsel. Sie selbst wartet mit einer eindrucksvollen Biografie auf: Von der Studentin der Koreanistik an der Humboldt Universität zu Berlin über engste Kontakte zu beiden Koreas bis zur Vizepräsidentin und Beraterin der International Society for Korean Studies (ISKS) und Übersetzerin eines Jahrhundertwerkes, des 20-bändigen Romans "Land" von Pak Kyongni (1926-2008). Hochaktuell deren Schlussfolgerung: "Zweifellos ist der Krieg die größte Tragik, mit der die Menschheit als Ganzes sich gegen sich selbst versündigt." Ganz in diesem Sinne die gleich nach Kriegsende 1945 ausgesprochene Warnung Ernest Hemingways: "Denk niemals, dass Krieg - egal ob berechtigt oder unberechtige - kein Verbrechen ist." Und Bertolt Brecht forderte damals: "Frieden den Kindern Koreas". Das gilt heute mehr denn je - ihnen und allen Menschen dieser Erde möge Frieden beschieden sein. Referentin: Prof. Helga Picht Moderation: Marlene Vesper

Veranstaltet durch: Helle Panke

15:00 Uhr

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2446