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28.11.2017: Friedrich Wolf - ein Rundfunkpionier

Der Arzt Dr. Friedrich Wolf (1888–1953) gehörte zu den namhaften deutschen Dramatikern und Schriftstellern der Weimarer Republik. Sehr früh begann der bekennende Kommunist mit jüdischen Wurzeln auch für den Rundfunk zu arbeiten. Auf der Suche nach zeitgemäßen und massenwirksamen Kommunikationsformen begrüßte er euphorisch das neue Medium. Bereits ab 1926, gerade drei Jahre nach dessen Geburtsstunde, trat er regelmäßig mit Lesungen und Vorträgen in Erscheinung. Sein Hörspiel "S.O.S. … rao... rao … Foyn – 'Krassin' rettet 'Italia'" über die Rettung einer verunglückten Nordpolexpedition wurde ein großartiger Erfolg. Die Aufnahme der Berliner Funkstunde vom 5. November 1929 ist heute das älteste vollständig überlieferte Hörspiel in deutscher Sprache. Bereits kurz nach seiner Rückkehr aus der Emigration in der Sowjetunion wurden im Berliner Rundfunk zwei seiner Dramen als Hörspiele gesendet: "Der arme Konrad" am 18. Oktober 1945 und "Professor Mamlock" am 8. November 1945. Zum 125. Geburtstag von Friedrich Wolf gab das Deutsche Rundfunkarchiv 2013 eine Doppel-CD mit Dokumenten seiner Rundfunkarbeit heraus. Der Kulturhistoriker Paul Werner Wagner, Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, stellt in seinem Vortrag die Rundfunkarbeit Friedrich Wolfs vor. Moderation: Dr. Siegfried Wein

Veranstaltet durch: Helle Panke

10:00 Uhr

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2324