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23.11.2017: Fake und Fakt. Literatur im "postfaktischen" Zeitalter

Die Authentizität von Nachrichten ist wie nie zuvor in der Diskussion. Angesichts eines US-amerikanischen Präsidenten, der sich um den Wahrheitsgehalt seiner Äußerungen nicht schert und alles Missliebige freigiebig zu "Fake News" erklärt, hat die Frage nach der Faktizität politischer oder wissenschaftlicher Aussagen eine neue Brisanz gewonnen. Um bestimmte Behauptungen zu stützen, werden gezielt falsche Berichterstattungen eingesetzt. Weite Teile der Bevölkerung misstrauen einer angeblichen "Lügenpresse" und sitzen dafür bereitwillig den absurdesten Fake News, Verschwörungstheorien und Fantasiegebilden auf. Welche Rolle spielt dabei die Literatur? Wie ist ihr Verhältnis zum Faktum, zur Wirklichkeit? Wie viel darf oder muss sie erfinden, wie viel Dokumentarismus und Recherche muss sein? Kann oder muss Literatur dazu beitragen, das Faktische ans Licht zu heben und der Wahrheit eine Lanze brechen? Die Veranstaltung schließt an die Reihe „Richtige Literatur im Falschen“ an. Unter diesem Siegel haben kritische Autorinnen, Autoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2015 und 2016 zwei vielbeachtete Tagungen im Brecht-Haus abgehalten, bei denen es um die Rolle des Schriftstellers bzw. der Schriftstellerin im Kapitalismus ging und darum, der Literatur wieder eine soziale Relevanz zu verleihen. Ein kleineres Symposium fand 2017 im Grazer Forum Stadtpark statt. Podiumsdismussion mit: Annett Gröschner, Simone Kornappel, David Salomon und Enno Stahl Einleitender Vortrag von Katja Kullmann: "Man könnte es nicht schöner erfinden. Die Wirklichkeit als Material der Literatur"

Veranstaltet durch: Helle Panke

19:00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestr. 125
10115 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2350