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23.10.2017: Was bleibt von der DDR-Philosophie?

"Was bleibt von der DDR-Philosophie?" Diese übliche "Killerfrage" heute zu stellen, erübrigt sich eigentlich bzw. ist kaum sachgerecht zu beantworten. Vielmehr scheint es so, als ob von dieser in mehrfacher Hinsicht "abgeschlossenen" Philosophie, also ihrer vormalig ganz parteiorganisierten Daseinsweise wie allein marxistisch-leninistischen Ausrichtung, nichts als deren historisch-kritische Aufarbeitung übrig bleibt bzw. letztere an ihre Stelle getreten ist. Sozusagen ein "philosophisches Nachleben", wie Peer Pasternack diesen einmaligen Tatbestand in einem Literaturbericht benennt.
Alles kommt nunmehr darauf an, dieses besondere nachkriegszeitlich-ostdeutsche geistig-kulturelle Gebilde, trotz aller ideologisierten Verfasstheit, nicht weiter regional-isoliert und kommunistisch-sektiererisch (parteigeschichtlich) nur aus sich selbst zu erklären, sondern zunehmend und versuchsweise ebenso auch "nationalgeschichtlich" in die nun wieder gesamtdeutsche Geschichte einzuordnen. Und das sowohl inhaltlich-problemorientiert als auch strukturell-institutionell wie personengeschichtlich.
Eine dazu im Ch.-Links-Verlag publizierte mehrbändige Projektreihe versucht genau das seit gut 15 Jahren zu realisieren. Der vierte Band "Philosophie aus einer abgeschlossenen Welt. Zur Geschichte der DDR-Philosophie und ihrer Institutionen" schließt an die Bücher "Anfänge der DDR-Philosophie. Ansprüche, Ohnmacht, Scheitern" (2001), "Denkversuche. DDR-Philosophie in den 60er Jahren" (2005) und "Ausgänge. Zur DDR-Philosophie in den 70er und 80er Jahren" (2009) an.

Diskutanten: Prof. Dr. H.-C. Rauh (Herausgeber und Autor der Reihe zur DDR-Philosophie), Dr. sc. Camilla Warnke und Prof. Dr. Peer Pasternack
Moderation: Dr. Christoph Links

Veranstaltet durch: Helle Panke

19:00 Uhr

Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin
Weitere Infos: www.helle-panke.de/topic/3.html?id=2342