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  • 15.02.2022 09:52 Uhr

    »Widerstand gegen die große imperiale Offensive«

    Videoaufzeichnung des Vortrags von Juan Ramón Quintana auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Juan Ramón Quintana war Minister der Präsidentschaft in den drei Regierungen des früheren bolivianischen Staatschefs Evo Morales.

    Lateinamerika, von den USA noch immer als der eigene Hinterhof betrachtet, blickt auf eine lange und schmerzhafte Geschichte von Staatsstreichen zurück. Auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz blickt Juan Ramón Quintana, Minister der Präsidentschaft in den drei Regierungen unter Evo Morales, auf den Putsch in Bolivien 2019 zurück. In seinem Vortrag wies der studierte Soziologe und Politikwissenschaftler zunächst darauf hin, dass die Verschwörung gegen Morales und die Regierungspartei »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) von langer Hand geplant gewesen sei und als »Teil der Hegemoniekrise des globalen Kapitalismus« verstanden werden könne. Vom ersten Tag der Regierungsperiode der MAS an habe die bolivianische Oligarchie Hand in Hand mit Washington eine »große imperiale Offensive« in Gang gesetzt. Der Staatsstreich unter dem Vorwand einer angeblichen Fälschung der Präsidentenwahl stellte nur das letzte Mittel des US-Interventionismus dar.

  • 15.02.2022 09:53 Uhr

    »Ein System, das nach Krieg schreit«

    Die Grußbotschaft von Mumia Abu-Jamal an die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Immer noch nicht frei, aber Mumia Abu-Jamal sendete uns eine Grußbotschaft aus dem Gefängnis (hier ein Standbild der 26. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9.1.2021)

    Mumia Abu-Jamal – der seit mehr als 40 Jahren in den USA inhaftiert ist – berichtete in seiner Grußbotschaft auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz von den zahlreichen Umweltkatastrophen, die Menschen weltweit bedrohen. Es werde darüber gesprochen, als sei es normal – »aber das ist es nicht«, so Abu-Jamal. Denn die Ursache sei der Eingriff des Menschen in die Umwelt, um die Profite der Konzerne zu steigern. Kapitalismus führe zu einem ökologischen Desaster: »Es ist Gier, die kein Ende kennt. Es ist ein widerlicher Hunger auf immer größer werdende Profite. Es ist ein System, das nach Krieg schreit.«

    Es fehlen noch Spenden für die Mumia-Bewegung. Auf früheren Luxemburg-Konferenzen kamen immer rund 2.000 Euro zusammen. Dieses Mal sind wir davon weit entfernt. 1.000 Euro sollen es auf alle Fälle sein. Bitte spendet mit dem Stichwort »Mumia« an das Konto: DE25 1005 0000 0190 7581 55

  • 10.02.2022 12:27 Uhr

    »Solidarität für die Einheit der Arbeiterklasse«

    Videoaufzeichnung des Vortrags von Lucia Pradella auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Lucia Pradella war auf der RLK 2022 aus London zugeschaltet

    Lucia Pradella, die Internationale Politische Ökonomie am Kings College in London lehrt, referierte auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz über die Beziehung zwischen Imperialismus und Arbeitsausbeutung. Der sogenannte Krieg gegen den Terror habe mittlerweile weltweit fast 60 Millionen Menschen vertrieben. Die Kapitalakkumulation bringe weltweit einen Überschuss von Arbeitskräften in Form einer Reservearmee hervor. Diese übe Druck auf die Beschäftigten aus und ermögliche dem Kapital eine höhere Ausbeutungsrate sowohl auf nationaler als auch globaler Ebene. Pradella warnte vor den Fehlern der großen etablierten Gewerkschaften: Migranten als Konkurrenz für die »nationale« Arbeiterklasse zu betrachten, schwäche die Kampfkraft der Arbeiterbewegung.

  • 10.02.2022 12:28 Uhr

    »Widerstand gegen Kriegskurs der Regierung«

    Videoaufzeichnung der Diskussion des Jugendpodiums auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Tuğba Bakırcı (Bundesvorstand der DIDF-Jugend), Marius Dornemann (SDAJ-Bundesvorstand), Moderatorin Sophia Authenrieth (SDAJ) und Lu Mayer (Landessprecherinnenrat Linksjugend Solid Berlin) (v.l.n.r.)

    Die Teilnehmer des Jugendpodiums auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz diskutieren über die Strategie der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP. Berlin zeige bereits kurz nach der Wahl mit geplanten Investitionen in Atomkraft den ersten deutlichen Rückschritt an, sagt Tuğba Bakırcı von der DIDF-Jugend. Bereits in den ersten Wochen fokussiere die Regierung auf Aufrüstung und Mobilmachung der NATO gen Osten, hebt Marius Dornemann aus dem SDAJ-Bundesvorstand hervor.

  • 10.02.2022 12:28 Uhr

    »Freiheit für Julian Assange!«

    Videoaufzeichnung der Rede von Jeremy Corbyn auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Jeremy Corbyn: Der ehemalige Vorsitzende der Labourpartei sprach über Repressionen in Großbritannien, insbesondere zu Julian Assange

    Der frühere Vorsitzende der Labour-Party, Jeremy Corbyn, forderte auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz die Freilassung von Julain Assange, der seit mehr als 1.000 Tagen in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist. »Welches Verbrechen hat er denn begangen?«, fragte Corbyn. Er habe Informationen über militärische Aktivitäten, durchgeführt von den USA und anderen Akteuren, veröffentlicht, Aktivitäten, die das Handeln legitimer, demokratisch gewählter Regierungen unterhöhlt haben. »Die Botschaft der USA lautet: Whistleblower werden zum Schweigen gebracht.«

  • 01.02.2022 09:00 Uhr

    »Verbrechen der USA enthüllen«

    Videoaufzeichnung der Rede von Rania Khalek auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Rania Khalek sprach auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 8. Januar über Medienmanipulation im Kapitalismus

    Der Aufstieg Chinas habe in den USA eine wahre Panik ausgelöst, hebt die US-amerikanische-libanesische Journalistin Rania Khalek in ihrem Referat auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz hervor. Dies habe zu einem neuen Kalten Krieg geführt. Jeder Staat, der nicht die ihm zugewiesene Rolle des US-Imperialismus spiele, werde dämonisiert. Den Medien, deren überwiegender Teil in den Händen einiger weniger Milliardäre sei, komme hier eine gewichtige Rolle zu, weil sie die Darstellung des US-Außenministeriums übernehmen.

  • 28.01.2022 12:00 Uhr

    »Neue Etappe des Imperialismus«

    Videoaufzeichnung der Rede von Dmitri Nowikow auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Wie zu Lenins Zeiten beruht die Dominanz der transnationalen Konzerne auf dem Kapitalexport. Doch im Zuge der Coronapandemie erleben wir eine Beschleunigung des Konzentrationsprozesses, erklärt Dmitri Nowikow, stellvertretender Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF) in seiner Rede auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Ein großer Teil der herrschenden Klasse lebt vom Geldeintreiben, die Hegemonie des Finanzsektors geht auf Kosten der Armen. Transnationale Konzerne greifen in die Souveränität vom Staaten ein.

    Mehr Informationen zur XXVII. Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am 08. Januar 2022 stattfand, unter https://www.jungewelt.de/rlk/

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