Thema

21.02.2017
Arbeiten rund um die Uhr. Die Managementliteratur preist die neuen Arbeitsbedingungen als Befreiung von starren Anweisungen. In Wirklichkeit verschwimmt die Grenze von Arbeit und Freizeit
Arbeitswelten

Kommando im Kopf

Beschäftigte vor allem von IT-Unternehmen organisieren ihre Arbeitsabläufe in wachsendem Maße selbst. Damit wird aus dem äußeren Befehl ein innerer, der Leistungsdruck steigt

Von Marcus Schwarzbach
20.02.2017
Sieg der Volksfront im Sommer 1936 in Frankreich. Damals galt nach Einschätzung von Pieck und Dimitroff, dass die werktätigen Massen in einer Reihe von kapitalistischen Ländern nicht zwischen proletarischer Diktatur und bürgerlicher Demokratie, sondern zwischen bürgerlicher Demokratie und Faschismus zu wählen hatten

Debatte: Beschränkte Sichtweise

Besteht ein Zwang zur »Neuorientierung« kommunistischer Bündnispolitik? Argumente und Einwände gegen Hans Christoph Stoodt

Von Hans-Peter Brenner
18.02.2017
Robert J. Oppenheimer (r.) zusammen mit Albert Einstein, der seinen Kollegen 1954 während des Verhörs vor der US-Atomenergiekommission ­unterstützte (undatierte Aufnahme, ca. 1950)

Dokumentartheater: Der Antiheld

Vor fünfzig Jahren starb der »Vater der Atombombe« J. Robert Oppenheimer. Heinar Kipphardt schrieb noch zu Lebzeiten des Physikers ein Theaterstück über dessen Verfolgung während der McCarthy-Ära

Von Sven Hanuschek
17.02.2017
Der Traum der digitalen Boheme war es, Arbeit und Freizeit auf angenehme Art und Weise zu verbinden und so dem engen Korsett des Angestelltendaseins zu entkommen …

Digitale Ökonomie: Das neue Pixelproletariat

Aus der einstmals vielgepriesenen digitalen Boheme sind längst panische Freelancer geworden – immer auf dem Sprung, ohne Rast und Ruh.

Von Timo Daum
16.02.2017
Das soziale Leben sowie Aspekte der wirtschaftlichen Organisation spielen in der Forschung zur DDR nur eine untergeordnete Rolle – Walter Womackas Fensterbild am ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR in Berlin, dem heutigen Sitz der European School for Management and Technology

Geschichtswissenschaft: Erkenntnis oder Delegitimierung?

Zur Lage der Forschung über die DDR. Ein offener Brief von Vladimiro Giacché an den Herausgeber des Sammelbandes »Die DDR als Chance«

Von Vladimiro Giacché
15.02.2017
Völkischer Vorturner der Sudetendeutschen. Konrad Henlein am 7. Juli 1938 im tschechischen Chomutov

Geschichte: Millionen für die »Volksgenossen«

Mit der Sudetendeutschen Partei verfügten die Nazis über eine fünfte Kolonne in der Tschechoslowakei, die sie großzügig finanzierten.

Von Rainer Zilkenat
14.02.2017
Gefahr für die Anwohner – in Nigeria kommt es aufgrund von Anschlägen sowie schlechter Wartung immer wieder zu Lecks in den Ölpipelines (undatierte Aufnahme aus der Nähe von Goi in Ogoniland)

Afrika: Systematische Plünderung

Viele afrikanische Staaten erhoffen sich vom Abbau ihrer natürlichen Ressourcen einen Anschub für ihre Entwicklung

Von Christa Schaffmann
13.02.2017
Trumps Wähler sind in ihrer großen Mehrheit »weiß« und männlich und leben in kleineren Städten oder auf dem Land – Wahlkampfveranstaltung am 22. August 2016 in Akron, Ohio

Rechter Vormarsch: Zurück zu den Fakten

Donald Trump hat es geschafft, seine Wahl als Sieg der »kleinen Leute« zu verkaufen. Tatsächlich verfügt er über weniger Rückhalt als je ein US-Präsident vor ihm.

Von Knut Mellenthin
11.02.2017
Gepuderter Bellizist, der tonnenschwere Sätze spricht, heult und deutschen Kriegen seinen Segen erteilt. Joachim Gauck, hier am 19. Dezember 2012 im Bundeswehr-Feldlager »Camp Marmal« in Afghanistan vor Tafeln, die an gefallene Soldaten des von der NATO geführten Krieges am Hindukusch erinnern

Bundesgrüßaugust: Ein eiskalter Untertan

Die Bundesversammlung wählt am Sonntag einen neuen Bundespräsidenten, der alte tritt ab. Joachim Gauck war ein Kasperle des Kapitals.

Von Jürgen Roth
10.02.2017
Die Hetze gegen Kritiker der Politik Tel Avivs ist weit verbreitet und gerät zur Norm für eine vermeintliche »Verteidigung Israels« gegen den »Antisemitismus«. Das zeigt, wie es um die »kritische Intelligenz« der Bundesrepublik bestellt ist (antideutscher Protest anlässlich des Israel-feindlichen Al-Quds-Tages in Berlin am 11.7.2015)

Antisemitismus: Deutsche Befindlichkeiten

Wie eine vorgebliche Antisemitismusbekämpfung zur ideologischen Farce gerät

Von Moshe Zuckermann
09.02.2017
Verantwortung für das globale Elend übernehmen. In der Aufnahme der Flüchtlinge spiegelt sich nach Auffassung der Führungskräfte dieses Landes Größe und Großartigkeit der deutschen Nation wider (Verteilung von geflüchteten Menschen in Unterkünfte auf dem Gelände des Fliegerhorstes Erding am 12.1.2016)

Deutschland und die Welt: Der bessere Imperialist

Deutschland mischt sich mit Scheckbuch und Militär in sämtliche Affären von Geschäft und Gewalt auf der Welt ein

Von Theo Wentzke
08.02.2017
Die Abwehrkämpfe in der hügeligen Landschaft im Süden Madrids waren vor allem für die Internationalen Brigaden schwer und verlustreich – aber zunächst konnte die Front gehalten werden

Spanischer Krieg: Entscheidung vor Madrid

Vom 6. bis zum 27. Februar 1937 fand im Südosten von Madrid die Jarama-Schlacht statt

Von Werner Abel
07.02.2017
Zufrieden: Der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein Kabinettskollege, Finanzminister Theodor Waigel unterzeichnen am 7. Februar 1992 in Maastricht den »Vertrag über die Europäische Union«

Europäische Union: Nach deutschem Maß

Vor 25 Jahren wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. Vor allem die damit beschlossene Einheitswährung wirkte sich für viele Länder der EU verheerend aus, während die Bundesrepublik Nutznießerin ist.

Von Jörg Kronauer
06.02.2017
»Afterdenker und Schwachköpfe«. Bei der Bücherverbrennung auf dem Wartburgfest am 18. Oktober 1817 wurde auch »Die Germanomanie« verbrannt. Der Student und Jahn-Gefolgsmann Hans Ferdinand Maßmann war ihr Organisator und merkte später zu Aschers Flugschrift an: »Wehe über die Juden, so da festhalten an ihrem Judenthum und wollen über unser Volksthum und Deutschthum spotten« (Darstellung von 1883)

Deutschtümelei: Die Germanomanie

Vor 250 Jahren wurde der Schriftsteller Saul Ascher geboren. Auszüge aus seiner 1815 verfassten »Skizze zu einem Zeitgemälde«

04.02.2017
Wenn Trump tatsächlich vier Jahre Präsident sein sollte und sich während seiner Amtszeit keine Katastrophe ereignet, werden wir das als Gottesbeweis nehmen können (Trump am 25. Januar mit Vizepräsident Michael ­Pence (links) und dem Heimatschutzminister John Kelly in Washington D. C.)

US-Präsident: Narziss und Echo

Mit Donald Trump sitzt ein Präsident im Weißen Haus, der sich seine eigene Wahrheit schafft und zu Größenphantasien neigt. Ein fatales Signal an seine Wähler und alle Enttäuschten, die sich einen starken Mann wünschen

Von Götz Eisenberg
03.02.2017
Reine Provokation. NATO-Manöver »Baltops« im Norden Polens und im Baltikum sowie in der Ostsee im Juni 2016

Militärische Operationen: Den Krieg üben

Nordeuropa und der Ostseeraum in der Einkreisungsstrategie der NATO gegenüber Russland

Von Gregor Putensen
02.02.2017
Durch und durch korrupt und brutal. Die philippinische Nationalpolizei, hier bei einem Anti-Drogeneinsatz in Manila am 7. Oktober 2016

Philippinen: »Ein faschistisches Original«

Der philippinische Präsident Rodrigo R. Duterte strebt eine Neuausrichtung der Innen- und Außenpolitik seines Landes an

Von Rainer Werning
01.02.2017
»Wenn ihr einen Bürgermeister wollt, der keine Kriminellen tötet, dann sucht euch gefälligst einen anderen.« Rodrigo Duterte als ­Oberhaupt der ­Millionenstadt Davao City (undatierte Aufnahme von Mitte der 1990er Jahre)

Phillippinen: Der Mann fürs Grobe

Der philippinische Präsident Rodrigo R. Duterte polarisiert die Gesellschaft des Inselstaates wie kein Politiker vor ihm. (Teil 1)

Von Rainer Werning
01.02.2017
Jean Wylls

Die Linke ist lebendig wie nie

Brasilien ist ein Land krasser Ungleichheit. Über die Geschichte der Unterdrückten, die Präsidentschaft der Arbeiterpartei und den Putsch der Rechten gegen Dilma Rousseff

Von Jean Wyllys
31.01.2017
Tut die Linke sich einen Gefallen damit, wenn ihre Bündnisse so breit sind, dass auch Parteien, die für Kriegspolitik und Sozialabbau stehen, an ihnen teilnehmen können? – Demonstration des Bündnisses »Aufstehen gegen Rassismus« am 3.9.2016 in Berlin

Debatte: Was ist ein breites Bündnis?

Die Beschlüsse des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale von 1935 geben auch heute noch Aufschluss für die Strategie der Kommunisten

Von Hans Christoph Stoodt
30.01.2017
Datenstaubsauger: Facebook darf alle Daten und Metadaten seiner 1,79 Milliarden Nutzer auf der eigenen und anderen Plattformen einsammeln, speichern und für kommerzielle Zwecke verwenden

Netzpolitik: Daten in Bürgerhand

Große Internetkonzerne verfügen nach Belieben über private Informationen ihrer Kunden. Eine fortschrittliche Netzpolitik muss über den Aufbau alternativer Strukturen nachdenken. Ein Vorabdruck.

Von Thomas Wagner
28.01.2017
Sicherheit oder Bedrohung? Auf vermeintliche oder tatsächliche Gefährder reagiert der Staat mit dem Ausbau seines Repressionsapparates (sächsisches SEK am 11. Januar 2017 in Dresden mit neuer Antiterrorausrüstung)

Innere Sicherheit: Das Geschäft mit der Angst

Die angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der inneren Sicherheit werden nicht bewirken, was sie versprechen. Nicht die Einschränkung der bürgerlichen Rechte, sondern effektive Sozialpolitik ist geboten.

Von Ulla Jelpke
27.01.2017
»Wer’s glaubt, wird selig«, weiß der Volksmund – Blick in den Schrank einer Heilpraktikerin

Gesundheitsmarkt: Gefahren der Globulisierung

Immer mehr Menschen misstrauen der konventionellen Medizin und setzen auf alternative Heilmethoden, deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist

Von Christoph Lammers
26.01.2017
Sozialistisches Theater nahm die Gattung Drama mit ihren wesentlichen Momenten ernst. Bild aus der Aufführung »Omphale« von Peter Hacks in der ­Inszenierung von Ruth Berghaus, Bühnenbild Andreas Reinhardt, Berliner Ensemble, 2. Oktober 1972. Von links nach rechts: Felicitas Ritsch (Malis), ­Stefan Lisewski (Daphnis), Ekkehard Schall (Herakles in der Maske des Omphale) und Franz Viehmann (Alkaios)

Theater und Gesellschaft: Realismus des schönen Als-Ob

Mit der Entwicklung der imperialistischen Gesellschaft geriet das Drama in die Krise. Die Zuspitzung der gegenwärtigen Widersprüche bietet die Chance seiner Renaissance. Zum historischen Verhältnis von Drama und Theater

Von Jens Mehrle
25.01.2017

Zum Tod von Klaus Huhn: Die Faschisten geschlagen

Am 19. September 1941 hatten faschistische Truppen Kiew besetzt und allein an den nächsten beiden Tagen 3.4000 Juden ermordet

Von Klaus Huhn