Thema

18.11.2017
Tamara Bunke, geboren am 19. November 1937 in Buenos Aires, erschossen am 31. August 1967 aus einem feindlichen Hinterhalt. Die Aufnahme zeigt sie in Milizionärsuniform kurz nach ihrer Ankunft in Kuba 1961
Lateinamerika

La guerrillera

Am 19. November dieses Jahres wäre Tamara Bunke 80 Jahre alt geworden. Am 31. August 1967 wurde sie von bolivianischen Militärs am Ufer des Rio Grande erschossen. Sie war auf dem Weg zu den Revolutionsgruppen Che Guevaras

Von Wolf H. Wagner
17.11.2017
Ziemlich rechts. Mitch McConnell, hier auf der Conservative Political Action Conference 2014, ist der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat und wird von breitbart.com scharf attackiert

Rechte in den USA: Bannon’s War

Der ehemalige »Chefstratege« von US-Präsident Donald Trump will einen noch stärkeren Rechtsruck der Republikanischen Partei erzwingen.

Von Knut Mellenthin
16.11.2017
Am 6. Oktober 1977 erhielt Peter Hacks den DDR-Nationalpreis I. Klasse aus den Händen von Erich Honecker, den er als Staatsmann verachtete. Von Walter Ulbricht hätte er ihn wohl lieber entgegengenommen. Den hielt er für einen klugen Reformer, einen »Evolutionär«. Diejenigen, die in der DDR das Wort Revolution im Munde führten, waren ihm hingegen suspekt – gegen wen wollten sie die denn machen?

Kultur: Ein Zweck, kein Mittel

Peter Hacks’ Revolutionsbegriff und sein Verhältnis zu historischen revolutionären Umwälzungen

Von Klaus Rek
15.11.2017
Ronald Paris: Unser die Welt – trotz alledem, 1975/76, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 600 cm, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland

DDR-Malerei: Ein eigenes Urteil bilden

Das Potsdamer Museum Barberini zeigt Kunst aus der DDR – darunter zahlreiche Bilder, die nach 1990 nicht mehr zu sehen waren

Von Peter Michel
14.11.2017
Arbeiten bei Amazon: Dort herrscht ein »bisher kaum erreichtes Ausmaß technischer Prozesskontrolle«. Oder deutlicher: Selbst der kleinste Arbeitsschritt wird per Computer diktiert, die Beschäftigten endgültig zu Anhängseln von Maschinen degradiert (Logistikzentrum des Einzelhandelsriesen in Brieselang/Brandenburg)

Unternehmerstrategie: Das Märchen von der Demokratie

Wie Unternehmen die Digitalisierung im Betrieb zum Zwecke der Profitmaximierung nutzen wollen.

Von Marcus Schwarzbach
13.11.2017
Partnerschaft auf Augenhöhe? Die Kämpfer der kurdischen YPG erfreuen sich gegenwärtig US-amerikanischer Unterstützung (Aufnahme vom 28. April 2017 in Darbasija, nahe der Grenze zur Türkei)

Naher Osten: Great Game

In Syrien wie im gesamten Nahen Osten ringen Regional- und Großmächte um Einfluss. Die Position der USA ist dabei schwächer geworden.

Von Karin Leukefeld, Damaskus
11.11.2017
Der »Schlächter von Lyon«, Klaus Barbie, am 4. Juli 1987, dem Tag seiner Verurteilung, im Gerichtssaal der südfranzösischen Stadt

Schlächter von Lyon: Ein Nazi – lebenslang

Klaus Barbie wurde 1987 in Lyon aufgrund seiner Verbrechen gegen die Menschheit verurteilt. Er zeigte keinerlei Reue.

Von Horsta Krum
10.11.2017
Höhere Versorgungsqualität durch weniger Standorte? Dänemark strebt die Errichtung von 16 Superkrankenhäusern an. Das »Herlev Hospital« in der Nähe von Kopenhagen

Gesundheitswesen: »Bleiben Sie zu Hause!«

Die ehrgeizige dänische Krankenhausreform setzt auf wenige Super-Kliniken und umfassende Digitalisierung.

Von Ulrike Henning
09.11.2017
Demonstration für die Beendigung des Krieges im Februar 1917 in Petrograd

Oktoberrevolution: Vorbildliche Bestimmungen

Vor 100 Jahren verlas Lenin vor dem Gesamtrussischen Sowjetkongress das Dekret über den Frieden. Dessen Inhalt beeinflusste maßgeblich spätere völkerrechtliche Vereinbarungen.

Von Gregor Schirmer
08.11.2017
»Operation Torch«: US-amerikanische Truppen landen Anfang November 1942 in Nordafrika

Zweiter Weltkrieg: Keine zweite Front

Vor 75 Jahren besetzten US-amerikanische und britische Truppen Nordafrika. Die gegen die Naziwehrmacht gerichtete »Operation Torch« brachte der UdSSR indes keine militärische Entlastung.

Von Martin Seckendorf
07.11.2017
Günstige Situation: Die alte Herrschaft war abgesetzt, die neue, bourgeoise, hatte ihren Repressionsapparat noch nicht errichten können und Soldaten und Matrosen – Arbeiter und Bauern – waren kriegsmüde und gaben die russische Armee dem Zerfall preis (Wladimir Koslinksi: Matrose. 1919. Linolschnitt)

Roter Oktober: Sprung ins Ungewisse

Vor hundert Jahren eroberten die Bolschewiki in Russland die politische Macht. Entgegen ihren Erwartung blieben sie und die Oktoberrevolution auf dem europäischen Kontinent allein.

Von Reinhard Lauterbach
06.11.2017
Eisensteins »Oktober« gilt bis heute als Meilenstein des avantgardistischen politischen Films – Lenin in »Oktober« (Standbild)

Filmgeschichte: Der Rote Oktober im Film

Mentalitätsgeschichte auf höchstem Niveau – »Oktober« von Sergej Eisenstein und Grigori Alexandrow

Von Detlef Kannapin
04.11.2017
Despotisch und brutal seien sie gewesen, heißt es immer wieder von seiten der antiautoritären Linken über die Oktoberrevolution und die ihr nachfolgenden Ereignisse – Zeichnung Wladimir Majakowskis, Rosta-Fenster, Nr. 337 (1920)

Roter Oktober: Andauernde Abrechnung

Nicht nur die Oktoberrevolution, auch die Distanzierung der antiautoritären Linken von ihr wird gegenwärtig 100 Jahre alt. Man kann beide nur zusammen bilanzieren

Von Dietmar Dath
03.11.2017
Nach der Räumung des Hüttendorfes ein jährliches Ritual – Aufstellung zur Nachtdemo an der Startbahn West am 2. November 1985

Autonome: Todesschüsse an der Startbahn

Der 6. Jahrestag der Hüttendorfräumung im November 1987 war gut vorbereitet. Die militanten Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet hatten sich abgesprochen. Alles lief wie geplant. Dann...

Von Bernd Langer und Horst Schöppner
02.11.2017
Die Balfour-Deklaration wurde zu einem der entscheidenden Schritte für die spätere Gründung Israels – der vormalige britische Außenminister Arthur James Balfour (mittig im hellen Anzug mit Hut und Stock) bei einem Besuch des Mandatsgebiets Palästina (Tel Aviv 1925)

Zionismus: Eine »nationale Heimstätte«

Mit der Balfour-Deklaration versicherte die Regierung Großbritanniens vor 100 Jahren, sich für die Schaffung eines Ansiedlungsgebiets für Juden in Palästina einzusetzen. London verfolgte dabei eigene Interessen

Von Knut Mellenthin
01.11.2017
Geboren in dem Jahr, in dem der Tonfilm erfunden wurde, blickt Marcel Ophüls auf ein langes Leben als Regisseur zurück – das Bild zeigt ihn bei der Verleihung der »Berlinale Kamera«-Auszeichnung am 11. Februar 2015 in Berlin

Film: The Trouble I’ve Seen

Er ist das Kinogewissen des 20. Jahrhunderts. Am 1. November begeht der unbeugsame Gegengeschichtsschreiber Marcel Ophüls seinen 90. Geburtstag.

Von Gebhard Hölzl
30.10.2017
Martin Luthers antijüdische Hetzschriften gegen das »böse, hurerische Volk« der Juden, die in den deutschen Fürstentümern seit langer Zeit Verfolgungen ausgesetzt waren, werfen einen langen Schatten auf die Feiern zum 500jährigen Jubiläum der Reformation – Luther-Denkmal an der Marktkirche in Hannover

Reformation: Ein zwiespältiges Erbe

Abweichler und andere Religionen wie die jüdische verfolgte der Reformator Martin Luther mit Vehemenz – zugleich war er einer der ersten Kritiker des Frühkapitalismus

Von Gert Wendelborn
28.10.2017
»Würde, Wahrheit, Erinnerung und Gerechtigkeit« lauten die Forderungen der spanischen Bewegung für das Gedenken an die Opfer des Franco-Regimes – Demonstration zur Unterstützung des damaligen Ermittlungsrichters Baltasar Garzón am 24. April 2010 in Madrid

Spanien: Kampf um Gerechtigkeit

Vor zehn Jahre verabschiedete das spanische Parlament das sogenannte Erinnerungsgesetz. Die Straffreiheit für die verantwortlichen der franquistischen Diktatur wurde damit nicht be...

Von Silke Hünecke
27.10.2017
Gänzlich verlassen von allen guten Geistern der kommunistischen Bewegung (der PD-Abgeordnete Roberto Giachetti bei einer Sitzung der Camera dei deputati am 28. November 2007)

Italien: Ein schrottreifer Laden

Vor zehn Jahren gründeten in Italien Linksdemokraten und katholisches Zentrum den Partito Democratico. Sein heutiger Chef Matteo Renzi will ihn zur »Partei für alle« machen und buhlt um Stimmen von weit rechts.

Von Gerhard Feldbauer
26.10.2017
Die Dalits werden in Indien bis heute ausgegrenzt – Proteste gegen ihre Diskriminierung in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat, 31.7.2016

Menschenrechte: Aufbegehren der Entrechteten

70 Jahre nach der indischen Unabhängigkeit werden Dalits im Alltag oft noch immer diskriminiert. Aber zunehmend macht sich ein neues Selbstbewusstsein breit

Von Thomas Berger
25.10.2017
Geschätzte 1,6 Millionen Quadratkilometer verkaufte das Zarenreich 1867 an die Vereinigten Staaten. Am 18. Oktober wurde der Handel rechtskräftig – der russische Botschafter Eduard von Stoeckl und der US-Außenminister William H. Seward bei den Verhandlungen im März 1867 (unbekannter Maler)

Kolonialgeschichte: Das Ende Russisch-Amerikas

Im Herbst 1867 wurde die US-Fahne über Alaska gehisst – mehr als 125 Jahre lang war das Land eine Kolonie des Zarenreichs gewesen

Von David X. Noack
24.10.2017
Die AfD tritt nicht erst seit der Wahl im Oktober offensiv auf – Mitglieder der »Jungen Alternative« (JA) im ­baden-württembergischen Kirchheim/Teck während des Landesparteitags am 4.10.2014, unter ihnen auch der ­Bundesvorsitzende der JA, Markus Frohnmaier (2. v. r.), jetzt Mitglied des Bundestags

Rechtspopulismus: Infrastrukturprogramm für rechts

Heute konstituiert sich der Bundestag. Was der Einzug der »Alternative für Deutschland« ins Parlament bedeutet

Von Gerd Wiegel
23.10.2017
Seit dem Referendum vom 1. Oktober gehen die Verfechter der katalanischen Unabhängigkeit immer wieder auf die Straße und fordern die Anerkennung ihres Votums – Barcelona, 10.10.2017

Spanien: Der Feind in Madrid

Das Referendum vom 1. Oktober hat gezeigt, wie stark die Unabhängigkeitsbewegung ist – ein Überblick zu den verschiedenen politischen Akteuren

Von André Scheer
21.10.2017
Der amtierende Außenminister Sebastian Kurz setzte in seinem Wahlkampf vor allem auf die Abwehr alles Fremden – und hatte damit Erfolg (Aufnahme vom 10.10.2017 in Wien)

Rechtstrend: Der Triumph des »Donaumessias«

Die österreichische Wahlschlacht bringt die Regierungsbeteiligung einer der stärksten rechtsextremen Partei Europas, während sich die Grünen selbst erledigt haben

Von Erwin Riess
20.10.2017
Das Institut für Staatspolitik wendet sich an eine erfolgversprechende und hip daherkommende »neurechte« Jugendbewegung (Demonstration der »Identitären « am 17. Juni 2017 in Berlin)

Neue Rechte: Zwerge und Scheinriese

Der Verlag »Antaios«, das Institut für Staatspolitik und die Zeitschrift Sezession bilden das Zentrum einer »Neuen Rechten« in Deutschland. Dabei werden sie stärker gemacht, als sie tatsächlich sind.

Von Volkmar Wölk